Ein Einbruch in der Kletter- und Boulderhalle Rosenheim sorgt für Aufregung in der Region. In der Nacht auf Sonntag, den 16. November, brachen unbekannte Täter in das Gebäude in Stephanskirchen ein, indem sie eine Scheibe einschlugen und sich durch ein Rolltor Zugang verschafften. Wie rosenheim24 berichtet, stahlen sie zwei Flaschen Auerbräu-Bier sowie eine Trinkgeldkasse mit einem niedrigen zweistelligen Eurobetrag. Diese amüsante Beute stieß auf Verwunderung.
Entdeckt wurde der Vorfall von einer Reinigungskraft, die die eingeschlagene Scheibe bemerkte und sofort die Polizei informierte. Trotz intensiver Ermittlungen gibt es bislang keine Spur von den Einbrechern. Der technische Leiter der Kletterhalle, Andreas Kagerl, nahm den Vorfall mit Humor und äußerte in sozialen Medien Wünsche in Form von „ewig währenden Ringbandproblemen“ für die Täter.
Einbruchstatistik und Sicherheitsproblematik
Die aktuellen Einbruchszahlen in Deutschland zeigen eine besorgniserregende Entwicklung. Laut home-insider gab es im Jahr 2023 bundesweit 77.819 Wohnungseinbrüche, was einem Anstieg von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Nordrhein-Westfalen, wo die Kletterhalle liegt, verzeichnete einen Anstieg bei Wohnungseinbrüchen von 15 Prozent. Hier ist besonders die Großstadt betroffen, wo die Einbruchsrate mit 98 Einbrüchen pro 100.000 Einwohner signifikant höher ist als in ländlichen Gebieten.
Die Einbruchsmethode, die am häufigsten angewandt wird, ist das Aufhebeln von Türen. Häufig kommen Gelegenheits- und Spontantäter zum Einsatz, die 80 Prozent aller Einbrüche ausmachen. Kagerl machte deutlich, dass sich ein Einbruch in die Halle nicht lohnt, da in der Nacht selten hohe Beträge vorhanden sind, und erinnerte an die Wichtigkeit von Sicherheitsmaßnahmen. Die Polizei hat aktuell keine Anhaltspunkte zu den Tätern, bietet aber kostenlose Sicherheitsberatungen an, um zukünftig Einbrüche zu verhindern.
Michael Hinterseer, Pressesprecher der Brauerei Auerbräu, bot an, das gestohlene Bier zu ersetzen, was von den Verantwortlichen der Halle dankend angenommen wurde. Während die Ermittlungen weitergehen, bleibt zu hoffen, dass künftige Einbrüche in der Region ausbleiben und die Sicherheitslage sich verbessert.