Ab dem 7. Februar 2026 wird es in Deutschland teurer, einen Personalausweis zu beantragen. Die neuen Gebühren betreffen sowohl Erwachsene als auch junge Menschen. Während die Gebühr für Erwachsene ab 24 Jahren von 37 Euro auf 46 Euro steigt, müssen Personen unter 24 Jahren künftig 27,60 Euro zahlen, anstatt wie bisher 22,80 Euro. Diese Erhöhung entspricht einer Steigerung von fast 25% für die älteren Antragsteller und ist Teil einer umfassenden Gebührenanpassung, die durch gestiegene Herstellungs- und Personalkosten sowie einen erhöhten Arbeitsaufwand in den Personalausweisbehörden begründet wird. Die neuen Gebühren gelten für alle Anträge, die ab dem genannten Stichtag gestellt werden; Anträge, die davor eingereicht werden, unterliegen den alten Preisen, wie in einem Artikel auf Rosenheim24 berichtet.

Besonders auffällig ist die drastische Erhöhung der Gebühren für Notreisedokumente, die von 8 Euro auf 32 Euro ansteigen – eine Vervierfachung der Kosten. Dies könnte für viele Reisende zu einer unerwarteten finanziellen Belastung werden. Die Einführung digitaler Passfotos hat ebenfalls zusätzliche Kosten verursacht, die durch Mitarbeiterschulungen und technische Anpassungen notwendig wurden. Es ist wichtig zu beachten, dass auch die Bundesdruckerei, die für die Herstellung der Dokumente verantwortlich ist, einen bemerkenswerten Konzernjahresüberschuss von 160,4 Millionen Euro bei einem Umsatz von 1.036,2 Millionen Euro im Jahr 2023 erzielt hat.

Hintergründe der Preiserhöhung

Der Entwurf zur Gebührenerhöhung stammt vom Bundesinnenministerium und wird auch von den gestiegenen Verwaltungskosten gestützt. Diese Kostensteigerungen sollen die Mehreinnahmen aus den neuen Gebühren decken und in verbesserte Sicherheitsstandards sowie den Ausbau digitaler Prozesse reinvestiert werden. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) hat jedoch Bedenken geäußert und kritisiert die Erhöhung als potenzielle Wettbewerbsverzerrung. Es wird befürchtet, dass Fotohändler und andere Anbieter durch die Regelung existenzielle Herausforderungen erleben könnten, da Antragsteller digitale Fotos entweder im Amt für sechs Euro machen lassen oder in akkreditierten Fotostudios anfertigen lassen können.

Zusätzlich wird darauf hingewiesen, dass die Kosten für die im Amt erstellten Passbilder ursprünglich an die Bundesdruckerei abgeführt werden sollten, letztlich aber bei den Kommunen verbleiben. Trotz dieser Kritik erwartet das Bundesinnenministerium keine negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft oder kleine Unternehmen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die neuen Gebühren auf die Antragszahlen auswirken werden und ob die Bürger bereit sind, die höheren Kosten zu tragen.