Max Müller, der beliebte Darsteller der „Rosenheim-Cops“, sorgt aktuell für Schlagzeilen. In der kommenden Staffel wird er auf eigenen Wunsch seltener vor der Kamera stehen. Der Grund ist tief im familiären Bereich verankert: Müllers 87-jährige Mutter Mathilde benötigt mehr Unterstützung, weshalb der Schauspieler seine Drehtage um ein knappes Drittel reduziert. Er möchte mehr Zeit mit ihr verbringen, da er spürt, dass sie ihn „jetzt verstärkt braucht“. Diese Entscheidung kam nicht ohne Emotionen, denn die Kommunikation mit seiner Mutter wird langsamer, und sie verbringen mehr Zeit in stiller Nähe ksta.de.
Müller, der seit Mai 2002 Teil der Kultserie ist, hat seine Karriere ursprünglich als Partner von Joseph Hannesschläger begonnen. Er sollte eigentlich eine Kommissarsrolle übernehmen, die ihm aufgrund seines Dialekts jedoch verweigert wurde. Stattdessen erlebt das Publikum ihn als tollpatschigen Polizeihauptmeister Michi Mohr. Trotz der reduzierten Arbeitszeiten bleibt seine Rolle in der Serie bestehen; die Produktionsfirma plant, seine geringere Präsenz geschickt durch Telefonate und spezielle Szenen zu kaschieren focus.de.
Familie geht vor
Die Entscheidung, seine Arbeitsbelastung freiwillig zu reduzieren, ist ein starkes Zeichen des Verantwortungsbewusstseins. In Deutschland sind rund 5 Millionen Menschen pflegebedürftig, wobei circa 84 Prozent von Angehörigen betreut werden. Die Pflege bedarf emotionaler Stärke und Planung, und Müller gehört zu den Menschen, die sich um ihre Familienangehörigen kümmern möchten. Für viele bedeutet die Pflege eines Angehörigen auch eine erhebliche berufliche Umstellung. Die Familienpflegezeit, die es ermöglicht, die Arbeitszeit für bis zu 24 Monate auf 15 Stunden pro Woche zu reduzieren, könnte für viele hilfsbereite Angehörige eine Unterstützung sein senioren-focus.de.
Müller selbst zeigt sich zuversichtlich, dass die Zuschauer kaum bemerken werden, dass er weniger präsent ist. Er ist nicht nur Schauspieler, sondern auch als Sänger aktiv und tritt regelmäßig auf renommierten Bühnen im deutschsprachigen Raum auf. Gleichzeitig ist sein Engagement in der Pflege seiner Mutter eine persönliche Herzensangelegenheit, die ihm viel bedeutet.»