Prutting verleiht ersten Baukulturpreis für neues Ü-60-Wohnen!
Die Gemeinde Prutting vergibt 2025 erstmals einen Baukulturpreis für altersgerechtes Wohnen, das Integration fördert.

Prutting verleiht ersten Baukulturpreis für neues Ü-60-Wohnen!
In der Gemeinde Prutting hat am 5. Dezember 2025 die erste Verleihung des Baukulturpreises stattgefunden. Dieses neue und wertvolle Unikum zelebriert nicht nur die Baukunst, sondern fördert die Sensibilität für eine ansprechende Gestaltung in der gesamten Gemeinde. Der neu ins Leben gerufene Wettbewerb wird alle zwei Jahre stattfinden und soll alt- und neubauten mit einem besonderen Fokus auf die baugestalterische Qualität und deren Einfluss auf das Gemeindeimage ein Schaufenster bieten. Den Anfang machte das beeindruckende Projekt Ü-60-Wohnen, das von Stefan Mayer und Theresa Mayer-Baumann ins Leben gerufen wurde.
„Mit diesem Preis möchten wir positive Baubeispiele hervorheben“, erklärte Bürgermeister Johannes Thusbaß bei der feierlichen Vergabe. Das Projekt Ü-60-Wohnen wird als Paradebeispiel für die Integration älterer Mitbürger in das Dorfleben angesehen und ist eine Antwort auf den demografischen Wandel, der in vielen Ländern, auch in Deutschland, zu einem steigenden Anteil älterer Menschen führt. Dabei spielt altersgerechte Architektur eine zentrale Rolle. Die Jury, bestehend aus Gemeinderatsmitgliedern, hatte insgesamt sieben Vorschläge im Vorfeld gesichtet und schließlich das Ü-60-Wohnen als würdigen Preisträger ausgewählt.
Wohnen in der Ortsmitte: Ein Zeichen der Integration
Das Ü-60-Wohnen hat den Vorteil, dass es nicht nur den älteren Menschen eine neue Heimat gibt, sondern auch soziale Teilhabe und Gemeinschaft fördert. Raum für Begegnungen und Zugang zu Gemeinschaftsräumen sind insbesondere für ältere Bürger von essenzieller Bedeutung. Wie auch in internationalen Projekten wie „Amaryllis“ in Bonn gezeigt, trägt eine durchdachte, barrierefreie Bauweise entscheidend zur Lebensqualität bei. Kreisbauermeister Rupert Seeholzer hob die harmonische Integration des Bauwerks in die bestehende Dorfstruktur hervor und erklärte, dass die neue Anlage das Bild der Gemeinde nachhaltig prägen wird.
Der Preis soll nicht nur auf lokale Highlights aufmerksam machen, sondern auch alle Pruttinger Bewohner zur Teilnahme einladen. Vorschläge für zukünftige Projekte können bis zum 14. Februar 2025 formlos bei der Gemeindeverwaltung eingereicht werden, ganz ohne Begrenzungen in der Anzahl. Die Gemeindeverwaltung wird die Zustimmung der Eigentümer prüfen, bevor die Auslobung erfolgen kann. Eine interessante Möglichkeit für jeden Bürger, sich aktiv am Gestaltungsprozess seiner Heimat zu beteiligen!
Ein Zukunftsmodell für Baukultur
Der Baukulturpreis der Gemeinde Prutting ist nicht nur ein einmaliges Event, sondern eine wertvolle Initiative, um Bewusstsein für die Baukultur zu schaffen. Die Entwicklung der Gemeinde ist durch ständige Veränderungen geprägt, die sowohl durch gesetzliche Vorgaben als auch durch die gesellschaftliche Prägung beeinflusst werden. Immer mehr Gemeinden erkennen die Bedeutung von Architektur und Baukultur für Identität und Zusammenhalt.
Architekten und Stadtplaner sind aufgefordert, neue Konzepte zu entwickeln, die das Wohlbefinden älterer Menschen berücksichtigen. Sicherheit, Funktionalität und eine designtechnische Sensibilität für die Bedürfnisse aller Altersgruppen sind wichtig. Barrierefreiheit, gute Beschilderungen und ergonomische Möbel sollten Teil jeder Planung sein, um die Selbstständigkeit und Würde älterer Menschen zu sichern.
„Bauwerke prägen das Erscheinungsbild der Gemeinde über Jahre und Jahrhunderte,“ so Thusbaß weiter. Die Preisträger Mayer und Mayer-Baumann haben mit ihrem Wohnprojekt in der Dorfmitte genau das geschafft. Die positive Resonanz auf diese Initiative lässt auf eine erfreuliche Entwicklung im Bereich der Baukultur hoffen.
Für weitere Informationen rund um den Baukulturpreis steht Frau Desirée Cia von der Gemeinde Prutting unter der Telefonnummer 08036/3073-153 oder per E-Mail unter desiree.cia@prutting.de gerne zur Verfügung.