Am Montagvormittag wurden die Einsatzkräfte in Weißenhorn zu einem besorgniserregenden Vorfall gerufen: Auf einem Betriebsgelände im Gewerbegebiet traten etwa zehn Liter Diesel aus einem Kanister aus. Es handelte sich hierbei um ein klassisches Beispiel für Gewässerverunreinigung, das auch die Polizeiinspektion Weißenhorn auf den Plan rief, die nun ermittelt, wie es zu diesem Malheur kommen konnte. Laut Augsburger Allgemeine gelangte ein Teil des Kraftstoffs trotz rascher Bindungsmaßnahmen in die Kanalisation und bewegte sich somit in Richtung Rothkanal.

Die Feuerwehr Weißenhorn war schnell zur Stelle und errichtete flussabwärts zwei Ölsperren, um die Verunreinigungen auf der Wasseroberfläche zu minimieren. Diese Maßnahmen fanden unter der Aufsicht von Spezialisten des Landratsamts sowie des Wasserwirtschaftsamts statt, die ebenfalls vor Ort waren. Unterstützung kam auch von den Mitarbeitern der Stadt Weißenhorn, die aktiv zur Abwehr des Ölfilms beitrugen.

Fruits of Quick Action

Ölverschmutzungen, wie sie hier aufgetreten sind, können erhebliche Schäden an der Umwelt verursachen, wie man es auch aus anderen Fällen kennt. Der Umgang mit solchen Szenarien erfordert schnelles Handeln, denn Öl kann sich sehr schnell ausbreiten und die Wasserqualität erheblich beeinträchtigen, was nicht nur für Fische und Pflanzen gefährlich ist, sondern auch für die Menschen, die von diesen Gewässern abhängen. Laut Wikipedia sind Mechanismen wie die Verdunstung und Sedimentation ebenfalls wesentliche Faktoren, die in die Bekämpfung von Ölverschmutzung einfließen.

Ein Spaziergänger bemerkte übrigens bereits im Oktober des letzten Jahres gegen Abend einen Ölfilm auf der Roth bei Weißenhorn/Hegelhofen und alarmierte die Feuerwehr. Auch damals wurden Ölsperren installiert, um das Öl aufzufangen. Diese Maßnahmen gingen bis zur Mühle nach Attenhofen und mobilisierten sogar die Freiwillige Feuerwehr Pfaffenhofen zur Unterstützung in ihrem Bereich. Ein Umwelttechniker schätzte die Schadensursache damals auf einen Eintrag von etwa 10 bis 20 Litern Dieselkraftstoff oder Heizöl, der mutmaßlich durch einen Kanister entstanden war, wie ebenfalls aus Feuerwehr Weißenhorn hervorgeht.

Weißer Müll im Wasser

Die aktuelle Situation wirft jedoch Fragen auf: Wer ist für die Gewässerverunreinigung verantwortlich? Der Verursacher bleibt bislang unbekannt, und die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07309/96550 bei der Polizeiinspektion Weißenhorn zu melden.

Solche Vorfälle verdeutlichen, wie wichtig es ist, sorgfältig mit umweltgefährdenden Materialien umzugehen. Die Gefahren einer Ölverschmutzung sind nicht zu unterschätzen und können langfristige, schädliche Auswirkungen auf die gesamte Region haben. Vorsorgemaßnahmen und Prävention sind daher nicht nur wünschenswert, sondern notwendig, um zukünftige Probleme dieser Art zu vermeiden.