In der Region Roth-Schwabach zeigt sich ein erfreulicher Trend im Vereinsleben: Zum Stichtag 31. Dezember 2025 verzeichnet der Sportkreis Roth-Schwabach insgesamt 64.998 Mitglieder. Dies entspricht einem Anstieg von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2024 und beeindruckenden elf Prozent im Vergleich zu 2019, dem letzten Jahr vor der Corona-Pandemie. Besonders auffällig ist, dass junge Menschen unter 27 Jahren mit 27.294 Mitgliedern 42% der Gesamtmitglieder ausmachen.
Die Verteilung der Mitglieder zeigt zudem, dass 25.633 Erwachsene (39,4%) und 12.071 Senioren (18,6%) Teil der Sportvereine sind. Letztere Gruppe verzeichnet den stärksten Zuwachs seit 2019 mit 21,4%. Trotz dieser positiven Entwicklung sank die Anzahl der Vereine von 154 auf 146, was einem Rückgang von 5% entspricht. Neu im Vereinsangebot sind Disziplinen wie Rudern und Moderner Fünfkampf, während der Rollsport- und Inline-Verband seine Mitgliederzahl verdreifachte.
Beliebtheit der Sportarten
Die TSG 08 Roth führt mit über 3.500 Mitgliedern die Vereinsliste an. Fußball bleibt die mitgliederstärkste Sportart mit 18.539 Mitgliedern, gefolgt vom Turnen mit 18.177 Mitgliedern. Tennis hat 4.329 Mitglieder, während der TV 1879 Hilpoltstein und der TV 1848 Schwabach mit 3.358 und 2.869 Mitgliedern ebenfalls zu den größeren Vereinen zählen. Christian Kuhnle, der Kreisvorsitzende, hebt die gesellschaftliche Bedeutung des Sports hervor und würdigt das Engagement der Ehrenamtlichen in den Vereinen.
Die Sportvereine in Roth-Schwabach tragen somit zu den fünf Millionen Mitgliedern in Bayern bei. Diese Entwicklung spiegelt einen landesweiten Trend wider, bei dem der Vereinssport trotz gesellschaftlicher Veränderungen an Mitgliederzahl gewinnt. Weitere Informationen zu den Mitgliedszahlen und deren Bedeutung für den Sport in Bayern finden Sie auf der Seite des Bayerischen Landes-Sportverbandes.
Gesellschaftliche Relevanz und Entwicklungsprojekte
Im Rahmen des „Sportentwicklungsberichts“ (SEB), der im Auftrag des Bundesinstituts für Sportwissenschaft (BISp) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den Landessportbünden durchgeführt wird, werden essentielle Daten über die Bedeutung von Sportvereinen gesammelt. Das Projekt läuft seit Juni 2017 und wird bis Mai 2026 fortgeführt. Ziel des SEB ist es, die Rahmenbedingungen für Sportvereine zu verbessern und deren gesellschaftliche Relevanz zu dokumentieren.
Das SEB basiert auf einer Online-Vereinsbefragung und umfasst mittlerweile sechs Befragungswellen. Die Erkenntnisse werden nicht nur für interne Entwicklungsprozesse innerhalb der Sportverbände genutzt, sondern dienen auch der politischen Berichterstattung. Der SEB wird von einem Projektteam unter der Leitung von Prof. Dr. Christoph Breuer an der Deutschen Sporthochschule Köln durchgeführt, das regelmäßig Ergebnisse in Form von wissenschaftlichen Publikationen, Berichten und Vorträgen veröffentlicht. Weitere Informationen zu diesem wichtigen Projekt finden Sie auf der Webseite des Bundesinstituts für Sportwissenschaft.
Die Entwicklungen im Sportkreis Roth-Schwabach sind somit nicht nur ein lokales Phänomen, sondern Teil eines größeren Trends, der die Relevanz des Vereinslebens in unserer Gesellschaft unterstreicht.