Fünf Welpen bei Grenzkontrolle entdeckt – Fahrer ohne Papiere!
Fünf Welpen wurden bei einer Kontrolle an der österreichischen Grenze im Landkreis Rottal-Inn entdeckt. Der Fahrer steht im Verdacht, gegen das Tierschutzgesetz verstoßen zu haben.

Fünf Welpen bei Grenzkontrolle entdeckt – Fahrer ohne Papiere!
Bei einer Kontrolle an der österreichischen Grenze im Landkreis Rottal-Inn wurden fünf junge Golden Retriever-Welpen entdeckt, die unter bedenklichen Umständen transportiert wurden. Der Fahrer, ein 35-Jähriger, zeigte sich während der Kontrolle nervös, was die Grenzpolizisten misstrauisch machte. Die Welpen wurden in einer Transportbox im Kofferraum gefunden, jedoch ohne die erforderlichen Papiere zur Einreise über Simbach am Inn. Nun wird gegen ihn wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Die Tiere, etwa sechs Wochen alt, wurden in ein Veterinäramt gebracht, wo sie versorgt werden. Der Handel mit Welpen boomt, da hohe Gewinne erzielt werden können, führt der Donaukurier aus.
Leider ist dieser Vorfall nur ein kleines Puzzlestück in einem viel größeren Problem. Das Thema illegaler Welpenhandel ist in den letzten Jahren dramatisch angestiegen. Laut dem Verbandsbüro wurden im ersten Halbjahr 2025 in Deutschland insgesamt 369 illegal gehandelte Tiere entdeckt, darunter 315 Hunde und 54 Katzen. Der Schwerpunkt dieser Aktivitäten lag hauptsächlich in Bayern, wo 80 Welpen in 16 Einsätzen beschlagnahmt wurden. Die Dunkelziffer der illegalen Tiere wird jedoch als deutlich höher eingeschätzt.
Pläne zur Regulierung des Hundemarktes
Angesichts dieser besorgniserregenden Entwicklungen hat das Europäische Parlament am 19. Juni 2025 eine verbindliche Kennzeichnung und Registrierung aller Hunde und Katzen beschlossen. Ziel dieser Maßnahme ist es, den illegalen Handel einzudämmen und den Tierschutz erheblich zu stärken. Der Tagesschau zufolge werden etwa 60 Prozent der Hunde online gekauft, was die Kontrolle erschwert. Die fortwährende Nachfrage nach Hunden in der EU liegt bei fast sechs Millionen pro Jahr, was auf eine unzureichende Deckung durch seriöse Züchter hindeutet.
Ein zentraler Bestandteil der neuen Vorschriften ist die Einführung einer Chip-Pflicht und die Registrierung aller Hunde und Katzen in einer EU-kompatiblen Datenbank. Diese Maßnahmen sollen die Schlupflöcher schließen, die illegale Händler zur Verfügung stehen. Dies ist besonders wichtig, da viele dieser Händler gefälschte Papiere verwenden und die Tiere häufig unter katastrophalen Bedingungen züchten und transportieren.
Die Herausforderungen des Tierschutzes
Die Tierschutzorganisation PETA Deutschland weist darauf hin, dass viele der Welpen aus zweifelhaften Zuchtfarmen in Osteuropa und Drittländern stammen. Die Verbindungen zwischen diesen Zuchtfarmen und großen Hundehändlern sind alarmierend. Zudem äußerte Jana Hoger von PETA den Vorschlag, den Online-Handel von privaten Händler ganz zu verbieten, um die Lage zu verbessern.
Im Rahmen der geplanten Gesetzgebung wird auch ein Verkaufsverbot für Katzen und Hunde in Tierhandlungen diskutiert. Die Trilog-Beratungen zwischen EU-Kommission, Mitgliedstaaten und dem EU-Parlament haben bereits begonnen. Es gibt jedoch Bedenken, dass dabei die Tierschutzstandards für kleine Züchter gefährdet werden könnten.
Die aktuelle Situation rund um den Welpenhandel verdeutlicht, wie wichtig es ist, sowohl durch striktere Vorschriften als auch durch bessere Aufklärung der Verbraucher gegen diesen illegalen Handel vorzugehen. Denn die kleinen Vierbeiner haben das Recht auf ein liebevolles und sicheres Zuhause.