Heute ist der 22.02.2026. Im Landkreis Rottal-Inn hat ein 64-Jähriger einen schmerzhaften Verlust von 500 Euro erlitten, nachdem er Opfer eines perfiden Online-Betrugs wurde. Der Mann erstattete am Samstag Anzeige bei der Polizei Simbach, nachdem er während der Nutzung seines Laptops eine alarmierende Mitteilung erhalten hatte. Diese stammte angeblich vom „Microsoft Support“ und behauptete, dass sein Gerät gehackt worden sei. In einer Mischung aus Sorge und Unsicherheit entschloss sich der Geschädigte, die im Mitteilungsfenster angezeigte Telefonnummer zu wählen und mit einem vermeintlichen Mitarbeiter zu sprechen.
Wie es der Zufall wollte, veranlasste der falsche Mitarbeiter den Mann, eine Überweisung von 500 Euro zu autorisieren, die prompt von seinem Konto abgebucht wurde. Später stellte sich heraus, dass es sich um eine Betrugsmasche handelte, und die Polizeiinspektion Simbach rät eindringlich zur Sensibilität gegenüber solchen Phänomenen sowie zur Vorsicht bei der Herausgabe persönlicher Daten. Die Ermittlungen zur Identität des unbekannten Täters wurden umgehend eingeleitet. Mehr dazu finden Sie in dem Artikel der Passauer Neuen Presse.
Die Maschen der Betrüger
Die Methode, die hier angewandt wurde, ist nicht neu. Betrüger versuchen häufig, per Telefon oder über gefälschte Warnhinweise Zugriff auf Computer zu erlangen. Eine Warnung vor solchen Praktiken gibt es unter anderem von der Verbraucherzentrale. Microsoft führt keine unaufgeforderten Anrufe durch, um Geräte zu reparieren; Hilfestellungen erfolgen in der Regel per E-Mail. Wer einen Anruf von einem vermeintlichen Microsoft-Mitarbeiter erhält, sollte das Gespräch sofort beenden.
Ein besonders fieser Trick der Betrüger ist es, falsche Fehlermeldungen anzuzeigen, um den Eindruck zu erwecken, dass der Computer von Viren befallen sei. Insbesondere seit dem Support-Ende für Windows 7 am 14. Januar 2020 haben viele Betrüger diese Taktik perfektioniert. Anrufer wechseln ständig ihre Rufnummern und versuchen, die Opfer dazu zu bringen, Prepaid-Guthaben für Online-Plattformen zu erwerben. Oftmals sprechen sie in gebrochenem Deutsch oder Englisch und versuchen, die Betroffenen zu bestimmten Schritten an ihrem PC zu bewegen.
Schutzmaßnahmen und Vorgehen
Microsoft hat klare Tipps zum Schutz vor solchen Betrugsversuchen veröffentlicht. Man sollte keine Telefonnummern aus Popup-Nachrichten anrufen und persönliche Daten niemals an unbekannte Anrufer weitergeben. Darüber hinaus ist es ratsam, bei Verdacht auf Schadsoftware den PC vom Internet zu trennen und alle verdächtigen Programme zu deinstallieren. Microsoft selbst warnt vor den Gefahren solcher „Tech Support Scams“, bei denen Betrüger versuchen, persönliche und finanzielle Informationen zu stehlen oder Nutzer zu unnötigen technischen Support-Diensten zu verleiten.
Die Vorgehensweise ist oft ähnlich: Die Betrüger rufen als Vertreter von Technologieunternehmen an und fordern zur Installation von Anwendungen für Remote-Zugriff auf. Oft erscheinen gefälschte Fehlermeldungen auf besuchten Websites, um Nutzer zu manipulieren. Microsoft betont, dass Fehler- und Warnmeldungen niemals Telefonnummern enthalten sollten und dass das Unternehmen keine unerwünschten Anrufe oder E-Mails durchführt.
Abschließend bleibt festzuhalten: Sensibilisierung und Vorsicht sind die besten Mittel, um sich vor solchen Betrugsversuchen zu schützen. Wer Opfer eines solchen Betrugs wird, sollte den Vorfall umgehend der Polizei melden und auch die betreffenden Telefonnummern notieren.