Heute, am 16. Juli 2025, stehen die Zeichen in Eggenfelden auf Sonntagsverkauf. Am kommenden Sonntag, dem 20. Juli, haben die Geschäfte in der charmanten Stadt im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn von 12:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Ein Grund mehr für viele, den Einkauf mit einem kleinen Ausflug zu verbinden und das heitere bis wolkige Wetter mit bis zu 27°C zu genießen. News.de berichtet, dass dies der erste von insgesamt sechs verkaufsoffenen Sonntagen in Eggenfelden im Jahr 2025 ist. Die nächsten Termine sind für den 17. August, 21. September, 12. Oktober, 19. Oktober und 2. sowie 16. November geplant.

In Bayern beruht das Konzept der verkaufsoffenen Sonntage auf dem bundesweiten Ladenschlussgesetz, das vorsieht, dass Geschäfte an maximal vier Sonntagen im Jahr ihre Türen öffnen dürfen. Dieses Gesetz hat eine interessante Geschichte: Bis Ende des 19. Jahrhunderts waren Geschäfte sieben Tage die Woche geöffnet, bevor 1919 der Sonntag als Ruhetag festgelegt wurde. In Europa ist die Lage zwar unterschiedlich, doch in den meisten anderen Ländern sind die Einschränkungen weniger streng. Während in Griechenland sonntags die meisten Läden geschlossen bleiben, gibt es in Osteuropa kaum Einschränkungen, und in Polen dürfen Geschäfte an Sonntagen nur an Feiertagen geschlossen bleiben.

Neue Regelungen im bayerischen Ladenschlussgesetz

Ein spannendes Update bringt das bayerische Ladenschlussgesetz, das am 1. August 2025 in Kraft tritt. Dieses Gesetz findet seinen Ursprung in dem von 1956 und bleibt damit eine Exklusivität für Bayern, während der Großteil der Bundesländer flexiblere Öffnungszeiten anbietet. Laut BR wird es neue Regelungen geben, die auch die Digitalisierung im Handel berücksichtigen. Künftig können Verbraucher in digitalen Kleinstsupermärkten, die nicht mehr als 150 Quadratmeter groß sind, an Sonntagen rund um die Uhr einkaufen. Ein gewisser Fortschritt, der jedoch auf Gegenwind stößt.

Kirchenvertreter und Politiker wie die SPD sehen in den neuen Regelungen eine „deutliche Einschränkung des Sonntagsschutzes“. Die Arbeitsministerin Ulrike Scharf betonte, dass es sich bei dem Gesetz um ein Arbeitnehmerschutzgesetz handelt, während die CSU die Überarbeitung als „angemessene Weiterentwicklung“ bezeichnete. Auch die AfD hat ihre Unterstützung ausgesprochen, fordert jedoch eine Evaluation und zeitliche Begrenzung des Gesetzes. Die Grünen wollen zudem eine Erhöhung der Verkaufsfläche für digitale Märkte auf 400 Quadratmeter erreichen, was aktuell auf Widerstand stößt.

Klares Fazit: Der verkaufsoffene Sonntag in Eggenfelden bietet nicht nur die Möglichkeit, ein gutes Geschäft zu machen, sondern wirft auch einen Blick auf die sich verändernde Handelslandschaft in Bayern. Ob die neuen Bestimmungen des Ladenschlussgesetzes tatsächlich so positiv sind, wie sie vorgestellt werden, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass die Diskussion um die Sonntagsöffnung noch lange nicht abgeschlossen ist.