Am 7. November 2025 ist in Bayern ein düsteres Kapitel der Kriminalgeschichte weiterhin offen. Während die Ermittlungen an mehreren Cold Cases, also ungelösten Mordfällen, nach wie vor im Gange sind, erinnert die Polizei eindringlich daran: Mord verjährt nicht. Immer wieder wird an alten Fällen gearbeitet, um schließlich den Opfern Gerechtigkeit zu widerfahren. Ungeklärte Morde gibt es in Bayern sogar seit über 40 Jahren.
Zu den bekanntesten Fällen zählt der von Monika Frischholz, die 1976 im Alter von 12 Jahren in Flossenbürg verschwand. Trotz intensiver Suche blieb ihr verschwinden bis auf weiteres ein Rätsel, und ihre Leiche blieb bis heute unentdeckt. Ähnlich erging es Claudia Obermaier, deren grausamer Mord im Jahr 1990 in Schwabach auch nach 33 Jahren noch Fragen aufwirft. Claudia wurde auf ihrem Heimweg erwürgt, und eine DNA-Spur vom Tatort bleibt bis heute ungeklärt. Der Kommissar Wolfgang Eberle, der vor zweieinhalb Jahren den Fall übernahm, hat neue Hinweis gefunden, bleibt aber auf der Suche nach der entscheidenden Spur.
Fortschritte bei der Aufklärung
Nicht alle Cold Cases sind jedoch auf der Stelle stehen geblieben. Insbesondere der Fall von Cornelia Hümpfer, die 1978 ermordet wurde, hat neue Bewegung erfahren. Ermittler konnten durch technische Fortschritte bei der DNA-Analyse neue Ansätze finden. Ein US-Soldat, der in den Fokus geriet, könnte mit dem Mord in Verbindung stehen. Seine frühere Aussage, in Deutschland eine Frau getötet zu haben, wirft Schatten auf seine Beteiligung.
Die mühsame Ermittlungsarbeit zeigt erste Erfolge: Im Juni 2023 wurde der Verdächtige, Tommy M., von den US-Behörden verhaftet, 45 Jahre nach der Tat. Kommissar Jürgen Hept engagiert sich, um Tommy M. für einen Prozess nach Deutschland auszuliefern. Ein Lichtblick für die Angehörigen, die lange auf Klarheit gewartet haben.
Die Cold Cases auf einen Blick
| # | Fall | Jahr | Ort |
|---|---|---|---|
| 1 | Monika Frischholz | 1976 | Flossenbürg |
| 2 | Claudia Obermaier | 1990 | Schwabach |
| 3 | Cornelia Hümpfer | 1978 | Unbekannt |
| 4 | Dieter Loew | 2014 | Wernberg-Koblitz |
| 5 | Simone Strobel | 2005 | Würzburg |
Diese Fälle zeigen, dass trotz der Jahre, die vergangen sind, die Hoffnung auf Aufklärung nicht erloschen ist. Die Polizei in Bayern bleibt dran und hat in einigen Fällen durch neue technische Möglichkeiten das Potential zur Lösung. Vielleicht können bald auch die Angehörigen der weiteren Opfer endlich ihre Fragen geklärt sehen.(Merkur) (BR)