In der Stadt Schwabach wird am 11. und 12. April ein buntes Programm für alle Stadtliebhaber angeboten. Wer schon immer die verborgenen Schönheiten und die reiche Geschichte der Goldschlägerstadt entdecken wollte, hat nun die perfekte Gelegenheit dazu. Die Stadtführung wird von erfahrenen Guides geleitet, die den Teilnehmenden spannende Einblicke in Schwabachs Traditionen und Geschichten gewähren.
Am Samstag, dem 11. April, startet der Tag um 11 Uhr mit einer kulinarischen Stadtführung. Hier dürfen sich die Teilnehmer auf fünf köstliche Kostproben gefasst machen, während sie mehr über die lokale Kultur erfahren. Interessierte können sich bei Claudia Rauh unter der Telefonnummer (0151) 70050405 oder per E-Mail an schwabachschmeckt@web.de anmelden. Wer nach einer aufregenden Erfahrung sucht, sollte die Stadtführung ins unterirdische Labyrinth unter dem Pinzenberg nicht verpassen. Diese beginnt um 16 Uhr und enthüllt die faszinierenden Verbindungen zu den historischen Felsenkellern und der traditionellen Bierbraukunst. Der Treffpunkt für beide Führungen ist das Rathaus.
Verborgene Schätze am Sonntag
Am Sonntag, dem 12. April, geht es um 14 Uhr mit einem klassischen Stadtrundgang weiter. Dieser führt durch die Altstadt über den Königsplatz, das Rathaus, die Stadtkirche und den Schönen Brunnen, wobei das Goldschläger-Handwerk, welches zum immateriellen Kulturerbe Deutschlands zählt, im Mittelpunkt steht. Der Treffpunkt ist ebenfalls das Rathaus. Nach dieser informativen Tour können die Teilnehmer um 16 Uhr einen Rundgang durch den Stadtpark genießen, der eine Historie von über 140 Jahren aufweist. Treffpunkt ist der Spiel- und Parkplatz Am Ostanger. Die Tickets kosten acht Euro und sind am Königsplatz erhältlich, Geschenkgutscheine gibt es im Bürgerbüro des Rathauses.
Goldschlägerhandwerk unter den Augen der UNESCO
Ein Highlight für die Stadt Schwabach ist die laufende Bewerbung um die Anerkennung des Goldschlägerhandwerks als immaterielles Weltkulturerbe der UNESCO. Oberbürgermeister Peter Reiß bezeichnete Schwabach als „Die Goldschlägerstadt“ und sieht die Bewerbung als Bestätigung des erfolgreichen Weges, den die Stadt eingeschlagen hat. Die Unterlagen für die Bewerbung wurden bereits bei der Beratungs- und Forschungsstelle Immaterielles Kulturerbe Bayerns eingereicht. Kulturamtsleiterin Sandra Hoffmann-Rivero sowie Kulturreferent Knut Engelbrecht drücken ihre Hoffnung aus, dass diese Initiative dazu beiträgt, Schwabach noch stärker als Zentrum des Goldschlägerhandwerks zu etablieren.
Die laufende Bewerbung reflektiert die traditionell identitätsstiftende Wirkung des Kulturerbes und bezieht aktive Goldschlägereien sowie Veranstaltungen wie die Goldschlägernacht mit ein. Dabei wird auch die Bedeutung der jahrhundertelangen Handwerkstradition, die die Blattgoldproduktion in Schwabach prägt, betont. Eine Entscheidung über die Bewerbung wird im Frühjahr 2024 erwartet, und die Vorbereitungen sind bereits in vollem Gange.
Wer wirklich in die faszinierende Geschichte und die genussreiche Kultur Schwabachs eintauchen möchte, sollte sich diese Stadtführungen nicht entgehen lassen. Und wer dem Goldschlägerhandwerk eine Stimme geben will, kann sich auf die Entwicklungen bis zur Entscheidung im kommenden Jahr freuen!