In den letzten Monaten ließ sich eine besorgniserregende Entwicklung in der Kriminalstatistik Deutschlands feststellen, besonders im Bereich der Metallverarbeitung. Laut den jüngsten Erhebungen der Polizei hat die Zahl der Einbrüche in Betriebe der Metallverarbeitung im Polizeipräsidium Mittelfranken seit Juni 2024 stark zugenommen, mit einem Schaden, der sich im mittleren fünfstelligen bis niedrigen sechsstelligen Bereich bewegt. Besonders die Entwendung von Buntmetallen, insbesondere Kupfer, hat ein neues Ausmaß erreicht. Dabei verschaffen sich die Täter durch gewaltsame Zugänge zu den Betrieben und begeben sich, oft unter Nutzung abgestellter Kraftfahrzeuge, mit ihrem Diebesgut auf die Flucht. Der Gesamtentwendungsschaden beläuft sich auf etwa 475.000 Euro, was einem regelrechten Alarmzeichen gleichkommt. Der Sachschaden wurde auf mehr als 210.000 Euro geschätzt, wie Polizei Bayern berichtet.

Zusammen mit dem Kommissariat 2 der Kriminalpolizei Schwabach hat das Fachkommissariat 47 in Nürnberg mehrere Mitglieder einer rumänischen Bande identifiziert, die für diese Taten verantwortlich gemacht werden. Die kriminaltaktischen Maßnahmen haben einen Verdacht gegen mindestens fünf Personen erhärtet. In einem ersten Schritt konnte ein 32-Jähriger, der Haupttäter in mehreren Fällen, im März 2025 in Nordrhein-Westfalen festgenommen werden. Das Gericht hat ihn im Oktober 2025 schuldig gesprochen und zu über fünf Jahren Gefängnis verurteilt, allerdings ist dieses Urteil noch nicht rechtskräftig.

Details zu weiteren Erkentnissen

Die umfangreichen Ermittlungen haben eine Alarmierung durch die Kriminalpolizei Rottweil nach sich gezogen, die eine ähnliche Bande aus Rumänien festnehmen konnte. Diese war vorwiegend im Landkreis Tuttlingen und darüber hinaus aktiv und stellte eine weitere Bedrohung dar, da sie bundesweit Metallavancen in Millionenhöhe verübte. Insbesondere zwei schwere Einbrüche im November 2023 in Geisingen und Konstanz veranschaulichen das Ausmaß der kriminellen Aktivitäten, bei denen allein im Wert von einer Million Euro Buntmetall und hochwertige Werkzeuge entwendet wurden. Auch diese Bande hat nach dem Rückverfolgen ihrer Taten in einer länderübergreifenden Kooperation 21 Einbrüche in ganz Deutschland begangen, wie die Schwäbische berichtet.

Die Festnahmen der vier Männer, die im Alter zwischen 22 und 38 Jahren sind, zeigen, dass die Bemühungen der Polizei nicht umsonst waren. Sie sitzen in Untersuchungshaft, während weitere Ermittlungen gegen mögliche Komplizen und ähnlicher Taten weitergeführt werden. Dies verdeutlicht die Intensität, mit der die Ermittler gegen diese Art von organisierter Kriminalität vorgehen.

Ein Blick auf die Statistik

Die allgemeine Kriminalitätslage in Deutschland zeigt sich weiterhin komplex. Der statistische Überblick spricht für sich: Im Jahr 2022 wurden rund 1,78 Millionen Diebstähle polizeilich erfasst, ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Ladendiebstähle und Fahrraddiebstähle waren die häufigsten Delikte, gefolgt von Einbrüchen in Wohnungen, die einen Anstieg nach Jahren des Rückgangs verzeichnen. Nordrhein-Westfalen, als einer der am stärksten betroffenen Standorte, verzeichnete über 23.500 Wohnungseinbrüche, was mehr als 35% aller Fälle innerhalb der Bundesländer ausmacht. Die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen lag 2022 bei 16,1%, während weniger als ein Drittel der Kfz-Diebstähle aufgeklärt werden konnten, wie die Zahlen von Statista zeigen.

Die aktuellen Entwicklungen unterstreichen die Herausforderungen, denen sich die Polizei gegenüber sieht. Es gilt, nicht nur die Täter zur Verantwortung zu ziehen, sondern auch präventive Maßnahmen zu ergreifen, um den Anstieg von Kriminalität effektiv zu bekämpfen und das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung zu stärken.