In den letzten Wochen wurden in Nürnberg, Schwabach, Lauf an der Pegnitz und Wendelstein zahlreiche Fälle von Trickdiebstahl gemeldet, bei denen sich mutmaßliche Diebe als Handwerker ausgaben. Die Täter klingelten an den Haustüren, insbesondere bei betagten Damen, und gaben vor, Dachziegel überprüfen zu müssen, um Wasserschäden zu vermeiden. Dieser Vorwand diente dazu, sich Zugang zu den Wohnungen zu verschaffen, wo sie nach Wertgegenständen suchten. In einigen Fällen entwendeten sie Schmuck und Bargeld im Wert von mehreren tausend Euro. Die Nürnberger Kriminalpolizei ermittelt in diesen Vorfällen, die offenbar von einer bislang unbekannten Gruppierung verübt wurden. Weitere Informationen sind auf der Website der Polizei verfügbar (Polizei Bayern).
Insgesamt summiert sich der Wert der gestohlenen Wertsachen auf etwa 10.000 Euro. Die Täter nutzen oft die Ablenkung der Bewohner aus, um währenddessen unbemerkt zu stehlen. Die Polizei in Nürnberg und Fürth hat bereits mehrere Vorfälle dokumentiert und empfiehlt der Bevölkerung dringend, keine unangemeldeten Handwerker oder Verkäufer in die Wohnung zu lassen. Es sollte nichts an der Haustür gekauft oder unterschrieben werden. Bei Zweifeln ist es ratsam, Personen des Vertrauens hinzuzuziehen oder die Polizei zu verständigen (Tag24).
Vorsichtsmaßnahmen für Bürger
Die Polizei gibt eine Reihe von Warnhinweisen zur Vermeidung solcher Vorfälle. Dazu gehört die sofortige Benachrichtigung der Polizei, wenn unangemeldete Handwerker auftauchen. Es wird empfohlen, das Kennzeichen des Fahrzeugs der Täter zu notieren und keine Unterdrucksetzung durch aufdringliche Besucher zuzulassen. Bei verdächtigen Personen sollte laut angesprochen und gegebenenfalls die Polizei verständigt werden. Unbekannte sollten nur ins Haus gelassen werden, wenn sie vorher bestellt oder von der Hausverwaltung angekündigt wurden. Auch bei vermeintlichen Stadtwerkepersonal oder Ablesern von Gas- oder Stromzählerständen ist Vorsicht geboten. Ein Dienstausweis sollte verlangt werden, und im Zweifel ist es ratsam, die entsprechende Behörde unter einer selbst herausgesuchten Telefonnummer zu kontaktieren.
Schutzinformationen für ältere Menschen
Besonders ältere Menschen sind häufig Ziel solcher Trickdiebe. Eine Broschüre der Polizei thematisiert verschiedene Kriminalitätsformen, die diese Altersgruppe betreffen, und gibt wertvolle Tipps zum Schutz vor Straftaten. Darin wird auch auf Gefahren an der Haustür hingewiesen, wie falsche Polizeibeamte oder das Vortäuschen falscher Notlagen. Zudem werden Risiken am Telefon, wie der Enkeltrick oder falsche Gewinnversprechen, behandelt. Die Broschüre bietet umfassende Informationen zu den Risiken beim Erteilen von Vollmachten sowie zur Internetsicherheit und den Gefahren in sozialen Netzwerken. Sie kann kostenlos bei polizeilichen Beratungsstellen bestellt oder abgeholt werden (Polizei Beratung).
Es ist entscheidend, dass sich die Bevölkerung dieser Gefahren bewusst ist und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen trifft, um nicht Opfer von Trickdiebstählen zu werden. Ein aktives Bewusstsein für Sicherheitsfragen kann helfen, viele dieser Fälle zu vermeiden und die eigene Sicherheit zu erhöhen.