Heute, am 9. Februar 2026, feiert Schwabach einen besonderen Abend im Zeichen der griechischen Tradition. Anlässlich der Städtepartnerschaft mit Kalambaka fand ein Vasilopita-Abend statt, zu dem sowohl Politiker als auch Bürger eingeladen waren. Die Veranstaltung diente nicht nur der Feier der Partnerschaft, sondern auch der Pflege kultureller Bräuche, die über Ländergrenzen hinweg verbinden. Im Mittelpunkt stand der griechische Neujahrskuchen „Vasilopita“, der auf traditionelle Weise geteilt wurde.
Eine besondere Freude bereitete die Entdeckung einer Münze im Kuchen, die einem glücklichen Besucher Glück bringen sollte. Solche kleinen Anekdoten machen die Veranstaltung zu einem herzlichen Zusammensein, bei dem die Teilnehmer nicht nur den Kuchen genießen, sondern auch die Geschichten und Traditionen, die damit verbunden sind. Die Vasilopita ist ein Brauch, der in Griechenland am Neujahrstag gefeiert wird und tief in der Kultur verwurzelt ist.
Die Partnerschaft mit Kalambaka
Die Städtepartnerschaft zwischen Schwabach und Kalambaka besteht seit dem 27. Juli 2002 und wurde mit einer offiziellen Partnerschaftsvereinbarung in Schwabach besiegelt. Diese Partnerschaft zielt darauf ab, die Beziehungen in verschiedenen Bereichen wie humanitäre Hilfe, Kultur, Tourismus, Sport und Wirtschaft auszubauen. Durch gemeinsame Aktivitäten wie Bürgerreisen, Konzerte und das Backen der Vasilopita wird der Austausch zwischen den beiden Städten lebendig gehalten.
Kalambaka, eine Stadt im Norden Griechenlands mit etwa 22.000 Einwohnern, liegt malerisch am Fuße der beeindruckenden Felstürme von Meteora. Diese Klippen, die bis zu 400 Meter hoch sind, sind nicht nur ein Naturwunder, sondern auch ein historisches Erbe; seit dem 11. Jahrhundert lebten hier Einsiedler in Höhlen, und die Klostergründungen begannen im 14. Jahrhundert. Sechs der ursprünglich 24 Klöster sind heute noch in Nutzung und wurden von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Kalambaka ist bekannt für ihre gastfreundlichen Menschen und das reiche kulturelle Leben, was sie zu einem beliebten Ziel für viele Schwabacher mit griechischen Wurzeln macht.
Der Brauch der Vasilopita
Der Vasilopita-Brauch hat seine Wurzeln in der Legende des Bischofs Vasilis von Cappadocia, der im 4. Jahrhundert lebte. Bekannt für seine großzügigen Taten und seine Fürsorge für arme Gemeindemitglieder, wurde er als Heiliger anerkannt und ist der Schutzpatron der Bäcker. Der Brauch, eine Münze in den Kuchen zu verstecken, geht auf zwei verschiedene Legenden zurück, die beide die Themen von Sicherheit und Glück miteinander verknüpfen.
Am Neujahrstag backen die Griechen den Vasilopita, der in Stücke geschnitten und an Familie, Freunde und Nachbarn verteilt wird. Jeder, der ein Stück erhält, betet um Glück für das neue Jahr. Die Verteilung erfolgt oft symbolisch: das erste Stück für Christus, das zweite für Maria, und so weiter. Diese Tradition ist ein wichtiger Bestandteil der griechischen Kultur und wird mit viel Freude gefeiert. In Schwabach wird diese Tradition durch Veranstaltungen wie den heutigen Vasilopita-Abend lebendig gehalten, was nicht nur den Austausch zwischen den Städten fördert, sondern auch die kulturellen Wurzeln der griechischen Gemeinschaft in der Region stärkt.
Für diejenigen, die am partnerschaftlichen Austausch interessiert sind, bietet das Komitee Schwabach-Kalambaka Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme und zur Teilnahme an zukünftigen Aktivitäten.