In Schweinfurt stehen die Wahlen zum Oberbürgermeister vor der Tür. Am 8. März 2026 werden die Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme abgeben, um einen Nachfolger für Sebastian Remelé (CSU) zu wählen. Auf dem Wahlzettel stehen sechs Männer und eine Frau, die sich der Herausforderung stellen. In der Woche vor der Wahl, am 28. Februar, ruft das Bündnis „Schweinfurt ist bunt“ zu einer Kundgebung auf, die als ein wichtiger Ausdruck für Demokratie und Zusammenhalt angesehen wird.
Die Kundgebung findet um 18 Uhr auf dem Marktplatz statt und trägt das Motto: „Schützt mit uns das Rathaus vor Diskriminierung, Intoleranz und antidemokratischen Strömungen!“ Ziel dieser Veranstaltung ist es, ein starkes Zeichen für Respekt, Toleranz und demokratische Werte zu setzen. Das Bündnis kritisiert, dass nicht alle zur Wahl stehenden Parteien diese Werte vertreten, was die Relevanz der Kundgebung unterstreicht. Bürgerinnen und Bürger werden aufgerufen, gegen Diskriminierung, Intoleranz und Rassismus aktiv zu werden und gemeinsam rund um das Rathaus zu singen, um ein Zeichen der Einheit zu setzen (Main-Post).
Demokratie leben in Schweinfurt
Ein zentraler Bestandteil der Bemühungen um eine lebendige Demokratie in Schweinfurt ist das Programm „Demokratie leben!“, das vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird. Ziel dieses Programms ist die Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements für Demokratie und Vielfalt. Besonders der Programmbereich „Partnerschaften für Demokratie“ setzt sich dafür ein, Demokratie und Vielfalt auf lokaler Ebene zu stärken. Bürgerinnen sollen aktiv in demokratische Prozesse eingebunden werden, wobei auch Präventionsarbeit gegen Extremismus und Diskriminierung geleistet wird.
Das Projekt basiert auf einem Bündnis von Akteurinnen aus der Schweinfurter Zivilgesellschaft, einem Jugendforum und einem Ämternetzwerk. Ein Aktions- und Initiativfonds steht zur Verfügung, um lokale Projekte zu unterstützen. Interkult e.V. betreibt eine Koordinierungs- und Fachstelle für Mitglieder des Bündnisses und Projektumsetzer. Die Stabsstelle Integration der Stadt Schweinfurt fungiert als federführendes Amt für die Beantragung, Weiterleitung und Abrechnung von Bundesmitteln (Demokratie leben).
Ein Aufruf zur Teilnahme
Die bevorstehende Kundgebung am 28. Februar wird nicht nur von der lokalen Zivilgesellschaft unterstützt, sondern ist auch ein Aufruf an alle Bürgerinnen und Bürger, aktiv für ihre Werte einzutreten. In einer Zeit, in der Demokratie und Menschenrechte nicht überall als selbstverständlich angesehen werden, ist es wichtig, ein starkes Zeichen zu setzen. Daher ist die Teilnahme an der Veranstaltung nicht nur ein politisches Statement, sondern auch eine Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten zu verbinden und die Stimme für eine bunte und respektvolle Gesellschaft zu erheben.
Für weitere Informationen über die Bedeutung zivilgesellschaftlichen Engagements und die verschiedenen Initiativen, die in Schweinfurt und darüber hinaus bestehen, können Interessierte die Seite Vielfalt demokratisch leben besuchen.





