In Gilching, im Herzen von Starnberg, hat sich ein kreatives Paradies für Heimwerker und Bastler etabliert: die offene Werkstatt. In den ehemaligen Räumlichkeiten der Raiffeisenbank, genauer gesagt in der Römerstraße 28, wurde 2022 ein Raum geschaffen, der aus dem Repair-Café der evangelischen Kirche hervorgegangen ist. Auf großzügigen 180 Quadratmetern können Jung und Alt ihrer Kreativität freien Lauf lassen und handwerkliche Fertigkeiten erlernen oder vertiefen. Die Werkstatt ist montags von 18 bis 21 Uhr und donnerstags von 17 bis 20 Uhr geöffnet und bietet auch spezielle Räume für Kinder, in denen sie mit Kinderdrechselbänken ihre ersten Projekte umsetzen können.

Die Ausstattung der offenen Werkstatt lässt keine Wünsche offen: Von Metall- und CNC-Fräsen über einen Computerraum bis hin zu einem 3D-Drucker namens Lucatoni und einem Lasercutter namens Rudi ist alles vorhanden, um die unterschiedlichsten DIY-Projekte zu realisieren. Nähmaschinen, eine Stickmaschine und ein Fotocutter erweitern das kreative Spektrum. Hier wird nicht nur gewerkelt, sondern auch Wissen geteilt und Erfahrungen ausgetauscht, was die Gemeinschaft unter den Nutzern stärkt.

Bunte Fassaden und kreative Köpfe

Ein besonderes Highlight der offenen Werkstatt ist das Kunstwerk, das Graffitikünstler Lando, alias Melander Holzapfel, an der Fassade geschaffen hat. Der Schriftzug „Teilen – Lernen – Schaffen“ ziert das Gebäude und macht die Werkstatt zu einem echten Blickfang in der Nachbarschaft. Die Renovierung der Fassade wurde innerhalb von nur vier Tagen abgeschlossen und verleiht dem alten Apothekerhaus einen neuen Glanz.

Der Verein „Ausgepfuscht“, unter der Leitung von Sonja Gaja, betreibt die offene Werkstatt und beschäftigt sich mit einer Vielzahl von handwerklichen Tätigkeiten. Hier wird Holz bearbeitet, wie etwa von Günther Schmid, der gerade eine Pfeffermühle aus Olivenholz schnitzt, oder Konrad Hötschl, der ein Bein für ein Globusgestell drechselt. Auch das Nähen hat einen Platz in der Werkstatt: Wilma Glüpken produziert Demenzdecken, die bereits das Interesse eines Seniorenheims geweckt haben. Die Werkstatt fördert das Miteinander und den Wissensaustausch und bietet eine breite Palette von Gewerken an, darunter Holz, Metall, Stoff, Kunststoff und Elektronik.

Zukunftsperspektiven und Herausforderungen

Die offene Werkstatt sieht sich jedoch auch Herausforderungen gegenüber. Da die Nutzung des aktuellen Gebäudes zeitlich begrenzt ist, plant der Verein, neue, zentrale und günstigere Räumlichkeiten zu finden. Dabei wird eine Fläche von mindestens 150 Quadratmetern angestrebt, um das Angebot weiterhin ausbauen zu können. Walter Schaefer von der VR-Bank spielt als Bindeglied zwischen der Bank und dem Verein eine wichtige Rolle und ist selbst ein aktives Mitglied der Werkstatt.

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Immer mehr Menschen entdecken das Konzept der offenen Werkstätten für sich. Die anstiftung, eine Organisation, die sich der Förderung von Eigenarbeit und kollektiven Selbermachens verschrieben hat, sieht in diesen Räumen einen wichtigen Ort für individuelles und gemeinschaftliches Arbeiten. In einer Welt, in der vorfabrizierte Produkte dominieren, bietet die offene Werkstatt in Gilching eine wertvolle Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und das eigene Umfeld mitzugestalten. Hier wird nicht nur gebastelt, sondern auch experimentiert und miteinander interagiert – eine wahre Fundgrube für kreative Köpfe!

Für weitere Informationen über die offene Werkstatt besuchen Sie die Website offene-werkstatt-gilching.de.