Am Nachmittag des 3. Juli 2025 kam es in einem ICE zwischen Straubing und Plattling zu einem erschreckenden Vorfall, der die Passagiere in Angst und Schrecken versetzte. Ein 20-jähriger Syrer griff mit einem Zimmermannshammer und einer Axt Mitreisende an und verletzte dabei fünf Personen, darunter eine Mutter mit ihrem Sohn sowie einen weiteren Fahrgast. Die Verletzten sind im Alter von 15, 24, 38 und 51 Jahren und wurden nach dem Angriff zur medizinischen Versorgung in Krankenhäuser gebracht. Glücklicherweise befindet sich niemand in Lebensgefahr, was nach einem solchen Vorfall ein kleines Licht im Dunkel ist.
Wie die Merkur berichten, wurde der mutmaßliche Täter, der in Österreich gemeldet ist, bei dem Angriff selbst verletzt. Die Polizei erhielt umgehend mehrere Notrufe, nachdem Fahrgäste den Nothalt betätigten und gegen 14:00 Uhr Warndienste alarmierten. Innerhalb von nur drei Minuten traf die erste Polizeistreife am Tatort ein, was der schnellen Festnahme des Angreifers half. Überraschend ist, dass der Hauptverdächtige bereits in der Vergangenheit in Österreich vorbestraft war und sich in einem Asylverfahren befand, das im Mai 2025 erneut in die Prüfung ging.
Details zum Vorfall
Der Vorfall ereignete sich gegen 13:55 Uhr, als der ICE von Hamburg nach Wien unterwegs war und sich in Straßkirchen befand. Etwa 429 Fahrgäste waren zu diesem Zeitpunkt in dem Zug, dessen Teil mit den Angriffen das Ziel des Amoklaufs wurde. Zeugenberichten zufolge soll der Tatverdächtige während der Attacke gebetet und „Allahu Akbar“ gerufen haben. Diese Informationen sind jedoch noch nicht offiziell bestätigt und das Motiv des Angreifers bleibt vorerst unklar. Die Ermittlungen laufen und die bayerischen sowie österreichischen Behörden kooperieren eng miteinander. Ein Haftbefehl wurde bereits beantragt, der Gang zur Justiz steht an.
Die Situation ist besonders brisant, wenn man bedenkt, dass Gewaltverbrechen in Deutschland laut den Statistiken die Menschen überproportional stark verunsichern, obwohl sie weniger als 4% aller polizeilich erfassten Straftaten ausmachen. Laut Statista wurden im Jahr 2024 rund 217.000 Gewaltverbrechen registriert, was die höchste Zahl seit 2007 markiert. So stellen die Maßnahmen der Sicherheitsbehörden gegen die steigende Gewaltbereitschaft der Bevölkerung einen entscheidenden Faktor dar, um das Sicherheitsgefühl zurückzugewinnen.
Reaktionen und Ausblick
Nach dem Angriff äußerte die Deutsche Bahn ihr Mitgefühl für die Betroffenen und bedankte sich bei den Einsatzkräften für ihre rasche Reaktion. Neben Polizei waren auch Feuerwehr und Rettungsdienste mit einem Großaufgebot vor Ort, um die Situation zu bewältigen und traumatisierten Fahrgästen Unterstützung anzubieten. Eine Betreuungsstelle wurde eingerichtet, um den Passagieren die Möglichkeit zu geben, sich nach dem traumatischen Erlebnis zu erholen.
In einer Zeit, in der das Sicherheitsgefühl vieler Bürger auf dem Spiel steht, werden solche Vorfälle die Diskussion über Gewaltkriminalität und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft neu entfachen. Der Druck auf die Politik wird steigen, wirksame Maßnahmen zur Verhinderung solcher Taten zu ergreifen, insbesondere angesichts der berichteten Zunahme an Angriffen auf Rettungskräfte in den letzten Jahren, die laut BR steigende Besorgnis erregen.