Am 4. November 2025 feierte der IKom Stiftland im Kultursaal von Plößberg sein zehnjähriges Bestehen. Ein Festakt, der um 19 Uhr begann, zog zahlreiche Gäste aus Politik und Verwaltung an. Der Verband wurde 2015 ins Leben gerufen und ist als interkommunaler Schulterschluss von zehn Kommunen gegründet worden. Sein Ziel: die nachhaltige Entwicklung, kulturelle Identität und touristische Attraktivität im Norden der Oberpfalz gezielt zu fördern. Der Verbandsvorsitzende Bernd Sommer hob in seiner Rede die historischen Wurzeln des Stiftlands hervor und betonte die Notwendigkeit von Mut, Ideen und Kooperation für die weitere Entwicklung der Region.

Die Veranstaltung bot auch einen Einblick in die aktuellen Projekte des IKom Stiftland. So wurde ein „Marktplatz der Projekte“ eingerichtet, um die verschiedenen Initiativen vorzustellen. Dabei steht zum Beispiel das interkommunale Beschilderungskonzept als herausragendes Beispiel für gelungene Zusammenarbeit zwischen den Kommunen. Regierungspräsident Walter Jonas, Landrat Roland Grillmeier und Kurt Hillinger würdigten die Fortschritte des Zweckverbands und lobten die regionalen Entwicklungen, die in den letzten Jahren erzielt wurden.

Regionale Initiativen und Erfolge

Einiges hat der IKom Stiftland in den letzten Jahren erreicht. Die Ferienregion Stiftland hat sich als starke Marke im Tourismus etabliert, unterstützt durch verschiedene Veranstaltungen wie den Oberpfälzer Radlersonntag und die Stiftlandtage, die zehn Tage lang in zehn Kommunen stattfinden. Besonders erwähnenswert ist die Arbeit der Museumsfachstelle „das zwoelfer“, die die Museumslandschaft im Landkreis Tirschenreuth entwickelt und vernetzt.

Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des IKom Stiftland ist die Erlangung des Europäischen Kulturerbe-Siegels. Dieser Erfolg, zusammen mit der Anerkennung als staatlich anerkannte Öko-Modellregion, unterstreicht die Bemühungen, bioregionale Wertschöpfung zu stärken. Die Gründung der Grenzlandkäserei in Tirschenreuth ist ein Paradebeispiel für regionale Vermarktungsstrukturen, die nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Gemeinschaft zugutekommen.

Unterstützung auf allen Ebenen

Die Infrastrukturentwicklung ist ein zentrales Anliegen des Verbandes. Ein verbesserter Radwegenetz im Stiftland trägt dazu bei, die Region attraktiver für Besucher und Einheimische zu gestalten. Auch Kleinprojekte von Bürgern, Vereinen und Kommunen werden durch ein Regionalbudget unterstützt, was zeigt, dass hier die Gemeinschaft stark eingebunden wird.

Für die Finanzierung solcher Projekte gibt der Staat Zuschüsse für vorbildhafte interkommunale Kooperationen. Laut Informationen von der Regierung der Oberpfalz wird die Zusammenarbeit durch das Gesetz über die kommunale Zusammenarbeit gefördert. Dies eröffnet Kommunen vielfältige Möglichkeiten, Synergieeffekte zu nutzen und Projekte effizient umzusetzen. Interessierte Gebietsvertretungen können auf staatliche Fördermittel zurückgreifen, was die Möglichkeiten für kreative und nachhaltige Lösungen erheblich erweitert.

Der Blick zurück beim Jubiläum wurde auch als Auftakt für eine neue Etappe regionaler Entwicklung verstanden. Bernd Sommer dankte den Mitgliedskommunen, Mitarbeitenden, Projektpartnern und Fördermittelgebern für ihren Beitrag. Mit einem festen Blick in die Zukunft wird IKom Stiftland weiterhin an seiner Vision arbeiten und zeigen, was möglich ist, wenn Kommunen Hand in Hand arbeiten.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die vergangene Dekade nicht nur eine Erfolgsgeschichte für den IKom Stiftland darstellt, sondern auch ein Beweis dafür ist, dass gemeinsames Handeln in der Region positive Veränderungen bewirken kann.