Am Dienstag, dem 17. Februar 2026, wurde die Feuerwehr um 18.40 Uhr zu einem Brand im Saunabereich der Chiemgau-Klinik in Marquartstein alarmiert. Ein Hinweis auf eine Rauchentwicklung erreichte die Integrierte Leitstelle Traunstein, die umgehend reagierte. Vor Ort stellte die Feuerwehr fest, dass der Saunabereich bereits vollständig in Flammen stand. Dank des raschen Eingreifens der Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Gebäude verhindert werden. Der Saunabereich brannte jedoch komplett aus. Glücklicherweise gab es keine Verletzten durch das Feuer, und die Patienten der Klinik wurden vorsorglich in einer Turnhalle untergebracht, bevor sie später zurückkehren konnten. Der Sachschaden wird auf einen niedrigen sechsstelligen Eurobetrag geschätzt. Erste Maßnahmen wurden durch die Polizeiinspektion Traunstein eingeleitet, während die Ermittlungen nun vom Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein übernommen wurden. Unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein wird durch Fachkommissariat 1 weiter ermittelt. Aktuell gibt es keine Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung, die Ermittlungen dauern jedoch an. Weitere Informationen können auf der Pressemitteilung der Polizei Bayern nachgelesen werden hier.
Nur wenige Stunden später, am Donnerstag um kurz nach Mitternacht, wurde die Feuerwehr erneut zu einem Wohnungsbrand in Marquartstein gerufen. In einer Zweizimmerwohnung hatte ein Bett Feuer gefangen, vermutlich ausgelöst durch eine defekte Ladestation neben dem Bett. Die 25-jährige Mieterin wurde dabei leicht verletzt und erlitt eine Rauchgasvergiftung. Dank eines Rauchmelders wachte die Frau rechtzeitig auf, was schlimmere Verletzungen verhinderte. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen und eine Ausbreitung auf die gesamte Wohnung verhindern. Der entstandene Sachschaden durch Feuer und Verrußung beläuft sich auf etwa 40.000 Euro. An diesem Einsatz waren die Feuerwehren Marquartstein und Grassau mit 40 Einsatzkräften und sechs Fahrzeugen beteiligt. Die Polizei ermittelt nun die genaue Brandursache. Weitere Details hierzu können in einem Artikel der PNP nachgelesen werden hier.
Brandursachen und Prävention
Die Vorfälle in Marquartstein werfen ein Licht auf die Notwendigkeit von Brandschutzmaßnahmen und die Bedeutung von Rauchmeldern. Statistische Daten über Brandursachen und -folgen werden von verschiedenen Institutionen gesammelt und sind öffentlich zugänglich. Die Brandursachenstatistik des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e.V. (IfS) sowie die Polizeiliche Kriminalstatistik der Bundesrepublik Deutschland (PKS) sind nur einige der Quellen, die wertvolle Informationen zu diesem Thema bieten. Insbesondere die Daten des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) zur Brandtote und deren Ursachen sind von Bedeutung, um präventive Maßnahmen zu verbessern und die Öffentlichkeit zu sensibilisieren. Für weitere Informationen zu diesen Statistiken und den entsprechenden Organisationen kann der Artikel auf der Webseite der VdS Schadenverhütung GmbH besucht werden hier.