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Heute ist der 3.03.2026 und die Region Traunstein ist noch immer von den erschütternden Ereignissen des 24. Februar 2026 betroffen, als eine 41-jährige Frau ihre vierjährige Tochter tödlich verletzte. Diese Tragödie hat viele Fragen aufgeworfen, insbesondere zur Gefährlichkeit psychischer Krisen und wie man in solchen Situationen Unterstützung finden kann. Simon Johannes Pfeifer, Psychologischer Psychotherapeut und Gebietskoordinator des Krisendienstes Psychiatrie Oberbayern, erläutert, wie der Krisendienst schnelle Hilfe in psychischen Ausnahmesituationen bietet, oft innerhalb einer Stunde und unbemerkt von Nachbarn. Der Krisendienst hat sich als wichtige Anlaufstelle etabliert, um Menschen in Notlagen zu unterstützen und ihnen Orientierung zu geben.

Der Krisendienst arbeitet nach dem Prinzip der Freiwilligkeit, was besonders wichtig ist, da viele Menschen aus Angst vor Zwang und Einweisung zögern, Hilfe zu suchen. Zwangsmaßnahmen werden nur in akuten Gefahrensituationen notwendig. Stattdessen wird durch ein strukturiertes Krisengespräch am Telefon die Handlungskompetenz des Anrufenden wiederhergestellt und mögliche Unterstützungsressourcen mobilisiert. Sollte ein mobiles Einsatzteam erforderlich sein, kann dieses mit dem Einverständnis der Anrufenden innerhalb einer Stunde vor Ort kommen, um direkt zu helfen und das Gespräch fortzusetzen. Diese Teams treten dabei diskret ohne sichtbare Kennzeichnung auf, was das Gefühl der Sicherheit zusätzlich unterstützt.

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Unterstützung und Anlaufstellen

Für Menschen, die eine intensivere Betreuung benötigen, bietet der Krisendienst Psychiatrie Oberbayern auch ambulante Krisenhilfe an. Hierzu gehören kurzfristige Termine in Krisenambulanzen, wohnortnahen Sozialpsychiatrischen Diensten und psychiatrischen Praxen. Fachkräfte können sogar am selben Tag Termine in psychiatrischen Krisenberatungen anbieten. Dies ist besonders wichtig, da die Erfahrung zeigt, dass bereits einige Termine in Krisenambulanzen oder Beratungsstellen ausreichen können, um einen Weg aus der Krise zu finden.

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Eine Einbeziehung von Angehörigen oder Mitbetroffenen kann ebenfalls hilfreich sein. Angehörige sollten Veränderungen im Verhalten von Betroffenen ernst nehmen und sich auch selbst Unterstützung holen, wenn sie das Gefühl haben, dass die Situation belastend wird. Der Krisendienst bietet Beratung in über 120 Sprachen an, einschließlich Deutscher Gebärdensprache und Schriftdolmetschern, was sicherstellt, dass die Hilfe für alle zugänglich ist.

Wichtige Hinweise zur Krisenbewältigung

Es ist ratsam, nicht zu lange mit der Hilfe zu warten und rechtzeitig Unterstützung anzunehmen. Schwere Krisen entstehen in der Regel nicht aus dem Nichts; oft gibt es Vorboten wie sozialen Rückzug, Schlafstörungen, Gereiztheit oder belastende Gedanken. Diese Symptome sollten ernst genommen werden, sowohl von den Betroffenen als auch von deren Angehörigen. Fragen zur Gefährlichkeit psychischer Krisen sind immer wieder im öffentlichen Diskurs präsent, besonders nach dramatischen Vorfällen wie dem in Traunstein. Die Aufklärung über die Möglichkeiten der Unterstützung und die Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen sind essenziell, um Betroffenen zu helfen.

Für weitere Informationen und Unterstützung steht der Krisendienst jederzeit zur Verfügung. Weitere Details können auf der Webseite des Krisendienstes Psychiatrie Oberbayern nachgelesen werden. Die Tragödie von Traunstein ist ein eindringlicher Appell, die eigenen Grenzen zu erkennen und rechtzeitig Hilfe anzunehmen, um das Leben von Betroffenen und ihren Angehörigen zu schützen.