Am 28. November 2025 fand in der Tiefstollenhalle in Peißenberg eine außergewöhnliche Veranstaltung statt, die die Wirtschaftslandschaft des Oberlandes in neuem Licht erstrahlen ließ. Bei der ersten gemeinsamen Veranstaltung des Unternehmerkreises Oberland und des Informationskreises der Wirtschaft Schongau (IDW) waren rund 170 Besucher anwesend, die gespannt auf die Hauptrednerin warteten: die renommierte Extrem-Bergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner. Die Veranstaltung bot nicht nur eine große Bühne für Kaltenbrunner, sondern auch einen Raum zum Austausch und zur Vernetzung der lokalen Wirtschaft.

Merkur berichtet, dass Gerlinde Kaltenbrunner als erste Frau alle 14 Achttausender ohne zusätzlichen Sauerstoff erklommen hat. In ihrem Vortrag erzählte sie von der Herausforderung, den K2, den zweithöchsten Gipfel der Welt mit seinen 8611 Metern, zu bezwingen – eine Unternehmung, die sie sieben Anläufe kostete. Kaltenbrunner, die seit ihren frühen Jahren begeistert von den Bergen ist, hob in ihrem inspirierenden Vortrag die Themen Geduld, Resilienz, Willensstärke, Disziplin und Gelassenheit hervor. Sie betonte, wie wichtig die innere Haltung ist, und zog Parallelen zwischen den Herausforderungen des Lebens und dem Besteigen von Bergen.

Die Ziele der Veranstaltung

Ein zentrales Anliegen des Abends war es, die Vernetzung der und der gegenseitige Austausch zwischen den Unternehmen der Region zu fördern. Der Unternehmerkreis und der IDW arbeiten seit zwei Jahren aktiv daran, neue Impulse für die Wirtschaft im Landkreis zu setzen. Zu den großen Themen, die dabei im Fokus stehen, gehören der Fachkräftemangel, der Mangel an bezahlbarem Wohnraum und die innovative Nutzung von künstlicher Intelligenz.

“Wir möchten die regionalen Unternehmen enger zusammenbringen”, so ein Vertreter des IDW. “Eine Zukunftsperspektive könnte auch ein Zusammenschluss zwischen den beiden Organisationen sein.” Hierbei wurde jedoch betont, dass diese Überlegungen ohne Druck von außen erfolgen sollen, um nachhaltig zu wirken. Gemeinsam vertreten der IDW und der Unternehmerkreis rund 100 Firmen mit über 17.000 Beschäftigten.

Die Faszination des Bergsteigens und ihre Risiken

Das Thema Bergsteigen ist aktuell mehr denn je in den Medien – ein Blick auf die tragischen Ereignisse, die sich im Extrembergsteigen abspielen, macht deutlich, welche Herausforderungen in dieser Sportart auf die Athleten warten. Tagesschau berichtete jüngst über die tragischen Umstände rund um den Tod der ehemaligen Biathlon-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier während einer Bergtour am Laila Peak. Solche Vorfälle verdeutlichen die Risiken, die mit dem Bergsteigen einhergehen.

Doch trotz aller Gefahren bleibt die Faszination für die Berge ungebrochen. Alix von Melle, eine erfahrene Bergsteigerin, hat ebenso mehrere Achttausender bestiegen, kennt die Risiken und akzeptiert diese, solange sie verantwortungsvoll damit umgeht. Der Deutsche Alpenverein (DAV) führt Ausbildungsprogramme durch, um interessierten Bergsteigern das nötige Wissen zu vermitteln, um Gefahren besser einschätzen zu können.

Inmitten dieser Herausforderungen und Risiken ist es inspirierend zu sehen, wie Persönlichkeiten wie Gerlinde Kaltenbrunner nicht nur die höchsten Gipfel besteigen, sondern auch als Vorbilder fungieren, die durch ihre Erfahrungen Mut und Einsicht vermitteln. Ihre Botschaft, dass der Weg zum Gipfel oft steinig ist, gilt sowohl für das Bergsteigen als auch für die wirtschaftlichen Herausforderungen, mit denen sich die Unternehmer im Oberland auseinandersetzen.

Wikipedia hebt hervor, dass Kaltenbrunner nicht nur als Bergsteigerin erfolgreich ist, sondern sich auch im karitativen Bereich engagiert. Ihre Erfahrungen und ihr Lebensweg könnten für viele, sei es im Sport oder in der Wirtschaft, ein wertvoller Ansporn sein. In dieser turbulenten Zeit, in der Herausforderungen auf vielen Ebenen begegnen, bleibt die Nachricht klar: Mit einem starken Willen und der richtigen Einstellung kann man die höchsten Gipfel erklimmen.