Was geht gerade bei den Pendlern in der Region? Sie stehen vor gewaltigen Herausforderungen durch laufende Sanierungsarbeiten und zahlreiche Fahrplanänderungen. Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, müssen Fern- und Güterzüge im Jahr 2026 über Augsburg umgeleitet werden, was zu Einschränkungen für die Passagiere führt. In Friedberg, von wo täglich viele zur Arbeit oder zur Schule pendeln, verkehren die Züge nur halbstündlich statt wie gewohnt viertelstündlich bis zum 12. Dezember 2026.

Diese Situation trifft besonders die Schülerinnen und Schüler, die in den letzten Jahren vermehrt auf das Zugfahren angewiesen sind. Sie können oftmals nicht auf das Auto umsteigen, was ihre alltägliche Planung zusätzlich erschwert. Zudem sind die Busabfahrtszeiten im Umland nicht auf den neuen Zeltakt der Züge abgestimmt. Eine Herausforderung, der sich der Fahrgastverband Probahn bewusst ist und die bereits jetzt Bedenken hinsichtlich der stark frequentierten Strecke Augsburg-München äußert.

Ein Blick auf den Fahrplan

Am Ende dieser Woche, vom 23. bis 26. Februar, kündigt der Bahnbetreiber Arverio weitere Fahrplanabweichungen auf den Linien RE 9, RE 80, RE 89 sowie RB 86 und RB 87 an. Diese müssen aufgrund von Gleissperrungen ab circa 20.30 Uhr in den Abendstunden umgesetzt werden. Zudem werden Ersatzhaltestellen in Mering, Kissing oder Mammendorf angefahren, was die Reise für viele Pendler unberechenbar macht.

Die Entwicklungen sind nicht isoliert. Dieselbe Online-Plattform, die aktuelle Informationen zum Bahnverkehr bereitstellt, beleuchtet auch die immer häufiger vorkommenden Übeltäter wie Zugausfälle und Verspätungen im deutschen Bahnnetz. Während der letzten Jahre hat die Zahl der ausgefallenen Fernzüge erschreckend zugenommen und sich binnen fünf Jahren vervierfacht. Im Regionalverkehr war der Anteil der ausgefallenen Fahrten im letzten Jahr bereits bei 5%.

Gründe für die Herausforderungen

Wie die Tagesschau zusammenfasst, ist die marode Infrastruktur ein Hauptgrund für die fragwürdige Pünktlichkeit. Der Anteil der gestrichenen Fahrten im Fernverkehr stieg von 1% im Jahr 2019 auf 4% im Jahr 2024. Über 13.600 ausgefallene Fahrten wurden im vergangenen Jahr dokumentiert, viele werden auf externe Ursachen wie Arbeitskämpfe zurückgeführt.

Für die Pendler in der Region heißt es also auf ein gutes Händchen, wenn es um die Planung ihrer Reisezeiten geht. Sie müssen sich auf diverse Änderungen und zusätzliche Umleitungen einstellen, die wohl noch für einige Zeit anhalten werden. Die Bahnkunden sind gefordert, flexibel und gut informiert zu sein, um den Herausforderungen der Bahnreise bestmöglich zu begegnen.