Zum Jahreswechsel wird es rund um die prachtvollen bayerischen Schlösser, Burgen und Residenzen keine Feuerwerke geben. Die Bayerische Schlösserverwaltung hat entschieden, das Abbrennen von Feuerwerkskörpern, einschließlich Raketen und Böllern, zu verbieten. Dies geschieht vor dem Hintergrund der erhöhten Brandgefahr sowie des Schutzes historischer Gebäude, wie samerbergernachrichten berichtet.
Ein weiterer, gewichtiger Grund für dieses Verbot ist der Schutz der Natur. Viele Schlossparks stehen unter Natur- oder Landschaftsschutz, was bedeutet, dass sie nicht nur kulturelle Schätze, sondern auch wichtige Lebensräume für Wildtiere sind. Gerade in den Wintermonaten kann der Stress, den Feuerwerke bei Tieren verursachen, gravierende Folgen haben. Lärm, Lichtblitze sowie Rauchentwicklung führen zu Desorientierung und Fluchtreaktionen, die für die Tiere äußerst belastend sind.
Einschränkungen in der Silvesternacht
Die Regelungen sind klar und weitreichend: In der Silvesternacht werden bestimmte Schlossplätze und Anlagen für Besucher nicht zugänglich sein. Dazu zählen unter anderem der Innenhof der Kaiserburg in Nürnberg, der Rosengarten in Bamberg und der Schlossplatz in Dachau ab 18 Uhr. Auch die Burganlage Cadolzburg sowie die Festung Marienberg in Würzburg sind betroffen und werden ab 21 Uhr für die Öffentlichkeit gesperrt. Die Zutritte zur Willibaldsburg sind bereits am 30. Dezember abends geschlossen und bleiben bis zum 1. Januar unzugänglich, wie inbayreuth hinweist.
- Wichtige Plätze, die an Silvester nicht zugänglich sind:
- Innenhof der Kaiserburg Nürnberg
- Rosengarten Bamberg
- Schlossplatz Dachau (ab 18 Uhr)
- Burganlage Cadolzburg
- Festung Marienberg Würzburg (ab 21 Uhr)
- Veste Coburg
- Residenzplatz Würzburg (ab 22 Uhr)
Außerdem werden die Zufahrtswege zu mehreren Burgen und Anlagen in der Silvesternacht für den Autoverkehr gesperrt, darunter die Burg Trausnitz und die Walhalla in Donaustauf. Es ist den Bürgern ein Anliegen, dass sich alle an diese Regelungen halten, um Verletzungen zu vermeiden. Mitgebrachte Gläser und Flaschen sollten verantwortungsbewusst entsorgt werden.
Kulturelles Programm trotz Einschränkungen
Doch nicht nur das Verbot von Feuerwerken steht im Fokus der Bayerischen Schlösserverwaltung. Die kulturellen Angebote in den Schlössern und Burgen sind ebenso relevant. Von spannenden Themenführungen für Erwachsene und Kinder bis hin zu einem bunten Programm mit Ausstellungen, Lesungen und Konzerten – die Schlösserverwaltung hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Ein Highlight ist die verlängerte Sonderausstellung „So classisch schön“ in der Residenz München, die bis zum 15. Februar 2026 zu sehen ist. Hier können Besucher rund 40 Entwurfszeichnungen zur Ausstattung der königlichen Gemächer bewundern, die im Eintrittspreis enthalten sind, so schloesser.bayern.
Insgesamt wünscht die Bayerische Schlösserverwaltung allen Besuchern einen sicheren und gesunden Rutsch ins neue Jahr, während sie die einzigartigen kulturellen Schätze inmitten des historischen Ambientes genießen können.