Würzburg alarmiert: Bürger sollen Asiatische Tigermücke bekämpfen!
Würzburg ruft Bürger zur Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke auf, um Gesundheitsrisiken und Brutstätten zu minimieren.

Würzburg alarmiert: Bürger sollen Asiatische Tigermücke bekämpfen!
In Würzburg wird derzeit der Kampf gegen die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) intensiviert. Das Gesundheitsamt hat alle Bürgerinnen und Bürger der Sanderau und umliegenden Stadtteile aufgerufen, aktiv zur Bekämpfung dieser invasive Mückenart beizutragen. Per Post erhalten die Anwohner konkrete Hinweise, um Brutstätten der Tigermücken zu beseitigen, die vor allem in Gießkannen und Töpfen mit stehendem Wasser entstehen. Diese Aufrufe kommen nicht von ungefähr, denn in den Stadtbezirken Sanderau, Frauenland und Keesburg wurden bereits Populationen dieser aggressiven Mückenart nachgewiesen. Laut Radio Gong sind die Tigermücken vor allem tagsüber aktiv und können Krankheiten wie Denguefieber, Zikafieber und Chikungunya übertragen. Ein typisches Erkennungsmerkmal dieser Mücken ist ihr gestreifter Körper.
Was genau macht die Asiatische Tigermücke so gefährlich? Diese Mückenart zählt zu den aggressivsten weltweit und ist dafür bekannt, auch außerhalb ihrer ursprünglichen Heimat in Ostasien Fuß zu fassen. Sie verbreitet sich durch internationalen Warenverkehr, beispielsweise über Altreifen oder „Glücksbambus“, und hat mittlerweile in vielen europäischen Ländern Fuß gefasst. Auch in Deutschland wird sie regelmäßig eingeschleppt, insbesondere durch Fernreisen, und hat sich seit 2011 in einigen Bundesländern wie Bayern und Baden-Württemberg etabliert. Doch bislang konnte in gefangenen Exemplaren kein Krankheitserreger nachgewiesen werden. Das zeigt, wie wichtig präventive Maßnahmen sind, um die Ausbreitung zu kontrollieren, so das Umweltbundesamt.
Präventionsmaßnahmen und Mitmach-Aktionen
Um die Bevölkerung in den Kampf gegen die Tigermücke einzubeziehen, rät das Gesundheitsamt, regelmäßig Behälter mit stehendem Wasser zu leeren und Regentonnen besser zu verschließen. Damit kann jeder Einzelne einen wertvollen Beitrag leisten. Die Eier der Asiatischen Tigermücke sind zudem äußert widerstandsfähig und können Monate überstehen, was diese Mückenart zu einer echten Herausforderung für die öffentliche Gesundheit macht.
In Italien und anderen südeuropäischen Ländern gibt es bereits dokumentierte Krankheitsfälle, die durch die Asiatische Tigermücke übertragen wurden. Daher ist die Aufmerksamkeit auf diese Mückenart nicht nur für Würzburg, sondern auch für andere Städte Deutschlands von großer Bedeutung. Unterstützung bei der Forschung bietet unter anderem das Projekt „Mückenatlas“, das sich mit den verschiedenen Stechmückenarten in Deutschland beschäftigt.
In diesem Zusammenhang ist es für die Anwohner der Sanderau und Umgebung unerlässlich, die Hinweise des Gesundheitsamtes ernst zu nehmen. Nur durch gemeinsame Anstrengungen kann die Verbreitung dieser Mücken wirklich eingeschränkt und die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger geschützt werden.
Abschließend bleibt zu sagen, dass die Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke ein Gemeinschaftsprojekt ist, bei dem jeder Einzelne einen Beitrag leisten kann. Es liegt in unserer Hand, die Wohnqualität in Würzburg zu sichern!