In Würzburg hat die CSU einen Umbruch eingeleitet. Am 10. August 2025 wurde Hülya Düber zur neuen Kreisvorsitzenden gewählt. Sie tritt die Nachfolge der ehemaligen Vorsitzenden Judith Roth-Jörg an, die am 18. Mai in der Oberbürgermeisterwahl gegen Martin Heilig von den Grünen verloren hat. Die Niederlage hat das Vertrauen in die Partei erschüttert, und nun steht Düber vor der Herausforderung, die CSU nach dieser schweren Klatsche neu aufzustellen. “Mainpost” berichtet von Dübers festen Plänen, das Ruder herumzureißen, während sie die Lehren aus der Wahlniederlage in den Vordergrund stellt.
Die gebürtige Miltenbergerin, die am 5. Juli 1978 zur Welt kam, hat einen beeindruckenden Werdegang vorzuweisen. Nach ihrem Abitur am Johannes-Butzbach-Gymnasium und einem Freiwilligen Sozialen Jahr entschloss sich Düber, Rechtswissenschaften an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg zu studieren. 2004 promovierte sie und begann ihre Karriere als Rechtsanwältin. Ihr Engagement führte sie dann schnell in die kommunale Verwaltung; sie war unter anderem Leiterin des Jugend-, Familien- und Sozialreferats der Stadt Würzburg sowie im Sozialausschuss des Bayerischen Städtetages tätig. Diese Erfahrungen haben sie bestens auf ihre neue Rolle vorbereitet, in der sie dazu aufruft, der CSU neue Impulse zu verleihen, um für die Kommunalwahl im März 2026 gut aufgestellt zu sein. Besondere Pläne hat sie auch für die CSU-Stadtratsliste, wo sie bekannte Namen präsentieren möchte. Diese Informationen stammen aus ihren Selbstauskünften, wie auf der Webseite der CSU zu lesen ist: “CDU/CSU”.
Widerstandsfähigkeit und neue Ziele
Nach der Wahlniederlage ist es für die CSU in Würzburg wichtiger denn je, die weibliche Stimmenvielfalt zu fördern. Im Rahmen des kürzlich abgehaltenen dritten Kongresses der CSU-Kommunalpolitikerinnen, welcher am Weltfrauentag 2025 in München stattfand, wurde unter dem Motto „Frauen in die Kommunalpolitik“ über Strategien zur Steigerung des Frauenanteils diskutiert. Stefan Rößle, KPV-Landesvorsitzender, betonte die Notwendigkeit, mehr Frauen in politische Ämter zu bringen, und die Gründung des Fachausschusses „Starke Frauen“ unterstrich diesen Ansatz. Carmen Pepuik, KPV-Frauenbeauftragte, hob hervor, wie wichtig die Stimme der Frauen für gerechtere Entscheidungen ist. Der Kongress soll als Anreiz dienen, mehr Frauen für die Kommunalwahl 2026 zu gewinnen, was im Einklang mit Dübers Vision steht, die CSU zu revitalisieren und jünger sowie weiblicher aufzustellen. Dies wird ebenfalls von “CSU” unterstützt.
Hülya Düber weiß, dass sie in dieser Schlüsselposition viel zu tun hat. Ihre Entschlossenheit, die CSU in eine neue Ära zu führen, ist spürbar, und die kommenden Monate werden zeigen, ob sie das nötige Vertrauen zurückgewinnen kann. In der lokalen Politik brennt es, und mit Düber an der Spitze könnte es der CSU gelingen, sich neu zu sortieren und gestärkt in die Zukunft zu blicken.