Am Abend des 31. Oktober 2025 wurde ein 26-jähriger Mann in Bremen Opfer eines brutalen Raubüberfalls. Er hatte sich über ein Chatportal mit einer Frau am Holthorster Weg verabredet und geriet dabei in eine gefährliche Situation. Im Friedehorstpark warteten zwei maskierte Täter auf ihn, wie Bild berichtet. Die Angreifer bedrohten ihn mit einem Messer und gingen mit Schlägen und Tritten auf ihn los.
Der Überfall endete damit, dass die Täter Geld, eine Bankkarte und ein Handy raubten. Fremde Hilfe war dem Mann nicht zuteil geworden – nach dem Überfall flüchteten die Angreifer gemeinsam mit der unbekannten Frau aus dem Park. Der 26-Jährige erlitt durch die brutale Attacke einen Jochbeinbruch und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen schweren Raubes aufgenommen und sucht Zeugen. Diese werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 0421/362-3888 zu melden.
Ein neuer Anstieg von Gewaltverbrechen in Bremen
Solch erschreckende Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf die Sicherheitslage in Bremen. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) haben es die Bremer Ermittler im Jahr 2024 mit insgesamt 105.000 Fällen zu tun gehabt, was 8.000 mehr als im Vorjahr bedeutet. Interessanterweise ist der Anstieg der Fallzahlen hauptsächlich auf die Abarbeitung von Altfällen zurückzuführen, während die Zahl der angezeigten Delikte in Bremen insgesamt leicht gesunken ist, wie buten un binnen berichtet.
Allerdings zeigt die Statistik auch besorgniserregende Trends. Die Raubdelikte auf der Straße haben einen signifikanten Anstieg verzeichnet: von 587 Fällen im Jahr 2023 auf 625 im vergangenen Jahr. Dabei sind 73 Prozent der Tatverdächtigen nichtdeutsch und stammen hauptsächlich aus Nordafrika. Zudem konnte ein Anstieg bei den Messerangriffen festgestellt werden, wo die Zahl auf 389 Fälle stieg. Dagegen sanken die Körperverletzungen um 10 Prozent.
Die Herausforderungen der gegenwärtigen Lage
Es ist klar, dass die Zunahme tödlicher Angriffe und Raubüberfälle die Menschen in Bremen beunruhigt. Während Zahlen wie der Rückgang der Wohnungseinbrüche von 850 auf 675 Fälle im letzten Jahr ein wenig Mut geben, bleibt die Sorge um die persönliche Sicherheit hoch. Die steigenden Zahlen bei Ladendiebstählen, die von 6.513 auf 9.467 Fälle anstiegen, und Fahrraddiebstählen, wo 20 Prozent der gestohlenen Bikes E-Bikes sind, spiegelt die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen wider.
In Anbetracht der Entwicklung kann man nur hoffen, dass zur Verbesserung der Sicherheitslage in der Stadt Maßnahmen ergriffen werden. Die Polizei steht vor der Herausforderung, sowohl auf das aktuelle Geschehen zu reagieren als auch präventiv tätig zu werden. Solche Überfälle, wie der am 31. Oktober, sind für die Betroffenen traumatisierend und hinterlassen oft tiefere Spuren in der Gesellschaft.
Es bleibt zu hoffen, dass die Bremer die Balance zwischen Sicherheit und Lebensqualität finden, um aus diesem Dilemma gestärkt hervorzugehen.