Die Kölner Eishockeyfans haben alle Gründe, in diesen Tagen die Daumen zu drücken. Die Dresdner Eislöwen stehen vor einem entscheidenden Duell gegen die Löwen Frankfurt am kommenden Dienstagabend. Die Lage der Eislöwen ist prekär, denn derzeit belegen sie den letzten Platz in der DEL und haben zehn Punkte Rückstand auf den rettenden Platz. Nach der Niederlage der Eislöwen gegen München (2:5) wird es höchste Zeit, dass das Team von Coach Gerry Fleming die Leistung steigert.
Die nötige Motivation könnte nun von einer Rückkehrer aus der Ferne kommen. Juho „Jussi“ Olkinuora, der am 4. November 1990 in Helsinki geboren wurde, ist wieder im Team der Eislöwen. Der finnische Torwart, der zuletzt in Wladiwostok aktiv war und nach einem kurzen Gastspiel bei Löwen Frankfurt zu Beginn der Saison 2024/2025, kam im Dezember 2025 zu den Dresdner Eislöwen. Olkinuora hatte eine arbeitsrechtliche Auseinandersetzung mit seinem Ex-Verein, was seine Rückkehr nun ermöglicht.
Ein Comeback mit viel Potential
Olkinuora ist definitiv kein unbeschriebenes Blatt. Nach seiner Juniorenzeit in Nordamerika und einer soliden Karriere in verschiedenen europäischen Ligen, feierte er große Erfolge mit der finnischen Nationalmannschaft. Bei der Weltmeisterschaft 2022 war er unter anderem der Stammgoalie und führte sein Team zur Goldmedaille. Mit einer beeindruckenden Fangquote von 94,8% in den acht Spielen des Turniers wurde er als bester Torwart ausgezeichnet.
Obwohl sein Einstieg in die DEL mit einem holprigen Rekord begann, scheint seine Erfahrung und sein Können das Team stabiler machen zu können. Er konnte sich in seinem letzten Spiel gegen München trotz der Niederlage bewähren und wird am Dienstag gegen Frankfurt alles geben müssen. Für die Eislöwen könnte eine starke Leistung Olkinuoras entscheidend sein, um sich im Abstiegskampf zurückzukämpfen.
Die Ausgangslage für das nächste Spiel
Die Dresdner sind dringend auf die drei Punkte angewiesen, um ihre Abstiegssorgen zu lindern. Die letzten Spiele der Löwen Frankfurt sollten den Eislöwen Warnung genug sein: Frankfurt hat sich in den letzten Wochen deutlich gesteigert, unter anderem mit einem Sieg gegen die Münchener (3:1). Doch in der bisherigen Saison konnten die Eislöwen die beiden Duelle gegen Frankfurt gewinnen – ein Lichtblick, der Hoffnung gibt.
Um in dieser kritischen Phase des Spiels zu bestehen, müssen sich die Eislöwen auf ihre Stärken besinnen und vor allem die Defensivleistung verbessern. Coach Gerry Fleming äußerte kürzlich Unmut über die schwache Teamleistung und die mangelnde Zweikampfstärke. Nach dem Erfolg von Bremerhaven, die Frankfurt mit 5:4 in Overtime besiegten, hat Dresden eine letzte Chance, die sie beim Schopf packen müssen.
Natürlich werden die kommenden Tage die Intensität und Ernsthaftigkeit ihres Trainings widerspiegeln. Die Dresdner Eislöwen müssen zeigen, dass sie aus ihren Fehlern lernen und das nötige Feuer entfachen können. Vielleicht ist Jussi Olkinuora genau der Spieler, der den Funken zünden kann, um den Eislöwen neues Leben einzuhauchen und ein Zeichen im Abstiegskampf zu setzen.
Eines ist klar: Am Dienstagabend zählt nur eines für die Eislöwen – ein Sieg gegen die Löwen Frankfurt, um im Endspurt um den Klassenerhalt noch einmal alles zu riskieren. Ein spannendes Spiel steht bevor!