Am vergangenen Freitag, dem 13. Februar, kam es in Bremerhaven-Geestemünde auf der Stresemannstraße zu einem schockierenden Vorfall, bei dem ein Fahrradfahrer verletzt wurde. Um ca. 16:35 Uhr fuhr ein grauer Pkw mutmaßlich mit überhöhter Geschwindigkeit aus einer Autowaschanlage und kollidierte direkt mit einem 53-jährigen Radfahrer, der sich auf dem Radweg befand. Der Unfallverursacher blieb zunächst am Ort des Geschehens, entfernte sich jedoch schnell, als die Polizei alarmiert wurde. Dabei war auch ein Audi in den Vorfall involviert, was die Situation noch komplizierter machte.

Die Zeugen des Unfalls zögerten nicht und kümmerten sich um den Verletzten, bis der Rettungsdienst eintraf. Der Radfahrer wurde umgehend nach erster medizinischer Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Aus den ersten Berichten geht hervor, dass am Pedelec des Fahrradfahrers erheblicher Sachschaden entstand. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Fahrerflucht und fahrlässiger Körperverletzung aufgenommen. Mehr Informationen dazu bietet die Polizei Bremerhaven.

Ein weiteres Fahrerflucht-Drama

Dieser Vorfall ruft Erinnerungen an einen ähnlichen Fall hervor, der sich kürzlich in Bremerhaven ereignete. Am Montagmorgen, dem 11. August, wurde eine 85-jährige Radlerin bei einem Unfall verletzt. An der Einmündung des Wacholderwegs in den Mecklenburger Weg wollte die Seniorin in eine andere Straße einbiegen, als ein unbekannter Autofahrer ihr Fahrrad seitlich touchierte und dann einfach weiterfuhr. Auch in diesem Fall wurde die Radlerin leicht verletzt und benötigte die Hilfe eines Rettungswagens, um sich im Krankenhaus untersuchen zu lassen. Die Polizei ermittelt in diesem Fall ebenfalls wegen fahrlässiger Körperverletzung und Verkehrsunfallflucht. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0471/9534444 entgegen, wie die Nord24 berichtet.

Radverkehr in Gefahr

Solche Vorfälle sind besonders alarmierend, da die Zahl der getöteten Radfahrenden in den letzten Jahren insgesamt gestiegen ist. Laut einer aktuellen Statistik war im Jahr 2024 knapp jeder sechste Verkehrstote ein Radfahrer. Darunter fanden sich 192 Pedelec-Nutzer, die bei Kollisionen tragisch zu Schaden kamen. Besonders betroffen sind ältere Radfahrende: Im Jahr 2024 waren 63,5 % der tödlich Verunglückten 65 Jahre oder älter. Damit wird deutlich, dass nicht nur die Radfahrer selbst, sondern auch Autofahrer ganz besonders in der Verantwortung stehen, um sichere Bedingungen auf den Straßen zu schaffen, wie die Destatis dokumentiert.

Diese Zahlen machen klar, dass Präventionsmaßnahmen und ein Bewusstsein für die Sicherheit im Straßenverkehr dringend notwendig sind. Gerade in Städten sollte mehr für die Sicherheit der Radfahrer getan werden, um tragische Unfälle wie in diesen beiden Fällen zu vermeiden.