Bundeswehr steigert Stärke: Deutschlands Rolle in der NATO wächst!
Deutschland stärkt seine NATO-Rolle mit erhöhten Verteidigungsausgaben und neuen Strategien bis 2029. Wichtige Entwicklungen.

Bundeswehr steigert Stärke: Deutschlands Rolle in der NATO wächst!
Der Ruf der Bundeswehr innerhalb der NATO hat sich in letzter Zeit merklich verbessert. Grund dafür sind die gestiegenen Verteidigungsausgaben Deutschlands sowie die erhöhten Aufgaben, die auf die Truppenteile zukommen. Deutschland belegt nach den USA den Ehrenplatz als zweitwichtigstes Mitglied der Allianz. Das stellte NATO-Generalsekretär Mark Rutte auf einer aktuellen Pressekonferenz fest, wo er besonders die dauerhafte Stationierung einer deutschen Kampfbrigade im Baltikum sowie die Überwachung des Luftraums in der Region lobte. Zudem betonte er die Unterstützung Deutschlands beim Schutz kritischer Infrastruktur in der Ostsee, was für die NATO immer wichtiger wird. Wie tagesschau.de berichtet, steht auch der Verteidigungsminister Boris Pistorius im Mittelpunkt, indem er die „Ukraine Verteidigung Kontakt Gruppe“ mit Großbritannien leitet.
Doch wie wird all dies finanziert? Deutschland plant eine signifikante Steigerung des Verteidigungshaushalts, der bis 2029 auf beeindruckende 152,8 Milliarden Euro ansteigen soll. Die Finanzierung ist Teil der neuen Finanzplanung der Bundesregierung, die am Dienstag im Kabinett beschlossen werden soll. Um diese Ausgaben zu decken, wird eine Neuverschuldung von jährlich bis zu 126,1 Milliarden Euro in Kauf genommen. Besonders hervorzuheben ist, dass Deutschland auch das angestrebte NATO-Ziel erreicht: Bis 2029 sollen 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung aufgewendet werden, ein Schritt, der im Gegensatz zu früheren Verhältnissen steht, als man Russland noch als Partner ansah. Mit dem Überfall auf die Ukraine hat sich diese Sichtweise abrupt gewandelt – Russland wird nun als die größte Bedrohung angesehen.
Ein Blick auf die Zahlen
Im Detail soll der deutsche Verteidigungshaushalt für die kommenden Jahre wie folgt aussehen:
| Jahr | Geplanter Wehretat |
|---|---|
| 2025 | 62,4 Milliarden Euro |
| 2026 | 82,7 Milliarden Euro |
| 2027 | 93,3 Milliarden Euro |
| 2028 | 136,5 Milliarden Euro |
Zusätzlich sind jährlich Ukraine-Hilfen in Höhe von 8,5 Milliarden Euro bis 2029 im Finanzplan verankert. Dies zeigt die Rolle Deutschlands als einer der größten Unterstützer der Ukraine in der EU. Der Aufbau eines Sondervermögens für die Bundeswehr, das sich auf fast 500 Milliarden Euro beläuft, stellt zudem einen weiteren bedeutenden Schritt dar, wie zdf.de berichtet.
Herausforderungen und Defizite
Trotz diesen Fortschritten gibt es auch Bedenken hinsichtlich bestimmter Defizite in der deutschen Verteidigungspolitik. Dazu zählen die langsame Beschaffung von Materialien, Mängel in der Kooperation bei Rüstungsprojekten sowie veraltete Systeme. Historisch gesehen hatte die Verteidigungspolitik oft einen nachrangigen Stellenwert, vergleichbar mit der Entwicklungshilfe. Diese Defizite stehen im krassen Gegensatz zur hohen Anerkennung, die Deutschland nun für seine Führungsrolle bei der NATO erhält.
Ursula von der Leyen, die ehemalige Bundesverteidigungsministerin, ist eine große Verfechterin der Ukraine und plant, die Verteidigung der EU weiter auszubauen. Dennoch gibt es immer wieder Diskussionen über die Notwendigkeit eines Wehrdienstes, die momentan in der Gesellschaft aufkeimen. Diese Themen zeigen, dass trotz aller Fortschritte ein weiterer Handlungsbedarf besteht.