Heute ist der 14.02.2026 und die deutschen Eishockey-Frauen stehen im Viertelfinale der Olympischen Spiele, wo sie auf die kanadische Nationalmannschaft treffen müssen. Der Spieltermin war auf Samstag, 16.40 Uhr, angesetzt. Trotz der Herausforderungen, die dieses Spiel mit sich bringt, äußerten sich Kapitänin Daria Gleißner und Torhüterin Sandra Abstreiter optimistisch vor dem Match. Die Erwartungen waren hoch, und die Hoffnung auf Unterstützung durch das Männerteam, das zuvor spielte, war ebenfalls vorhanden. Doch die Realität des Spiels stellte sich als schwierig heraus.

Der Endstand des Spiels war Deutschland gegen Kanada 1:5 (0:2, 0:1, 1:2). Kanada ging in der ersten Minute durch Brianne Jenner in Führung und baute diese in der 17. Minute auf 2:0 aus, nachdem ein Fehler von Torhüterin Sandra Abstreiter zu einem weiteren Gegentor führte. Im zweiten Drittel erzielte Kanada ein weiteres Tor durch Blayre Turnbull in der 41. Minute. Deutschland konnte zwar in der 49. Minute durch Franziska Feldmeier in Unterzahl einen Treffer erzielen, doch Kanada konterte in der 56. Minute mit einem Tor von Marie-Philip Poulin in Überzahl. Das Schussverhältnis von 9 zu 34 gegen Deutschland verdeutlicht die Dominanz der kanadischen Mannschaft, auch wenn Abstreiter mit mehreren starken Paraden glänzen konnte.

Marie-Philip Poulin: Die lebende Legende

Ein besonderes Augenmerk galt Marie-Philip Poulin, die als eine der besten Spielerinnen der Welt gilt und eine beeindruckende olympische Karriere vorzuweisen hat. Geboren in Quebec, entschied sie sich früh für den Eishockeysport, nachdem sie ursprünglich Eiskunstläuferin werden wollte. Poulin, die auch als „The female Sidney Crosby“ und „Captain Clutch“ bekannt ist, hat in drei Olympischen Spielen entscheidende Tore erzielt. Unter anderem war sie 2010 in Vancouver mit zwei Toren im Finale gegen die USA maßgeblich am Sieg beteiligt. Ihre Leistungen in Pyeongchang 2018 und Peking 2022, wo sie ebenfalls entscheidende Tore erzielte, haben ihren Ruf als „Winning Pou“ gefestigt.

In der laufenden Olympiade hatte Poulin jedoch mit Verletzungen zu kämpfen. Sie musste im Spiel gegen Tschechien passen und konnte auch nicht beim Spiel gegen die USA antreten, das mit 0:5 verloren ging. Ihre Teamkollegin Laura Stacey beschreibt sie als „Anführerin“ und „Fels“ des Teams, was ihre Bedeutung für das kanadische Team unterstreicht.

Ein Blick auf die Zukunft

Die Begegnung zwischen Deutschland und Kanada war nicht nur ein Test für die deutsche Mannschaft, sondern auch ein weiterer Schritt in der beeindruckenden Geschichte des Frauen-Eishockeys. Während Kanada weiterhin als Favorit gilt, zeigt das deutsche Team, dass es trotz der Herausforderungen bereit ist, sich in dieser Sportart zu behaupten. Die Olympischen Spiele bieten eine Plattform, um die Sichtbarkeit und die Wertschätzung für Frauen im Sport zu erhöhen und zu zeigen, dass auch im Eishockey die Frauen auf dem Weg zu großen Erfolgen sind.

Für weitere Informationen zu diesem aufregenden Match und den Leistungen der Spielerinnen können Sie die vollständigen Berichte auf Focus und die Hintergründe über Marie-Philip Poulin auf Stuttgarter Nachrichten nachlesen.