Am Mittwochnachmittag kam es zu einem dramatischen Vorfall in Hamburg-Stellingen. Vor einem Einkaufszentrum an der Kieler Straße eskalierte ein Streit zwischen zwei Personen, was schließlich zu einem Messerangriff führte. Ein 40-jähriger Mann wurde dabei schwer verletzt und musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden. Der Täter flüchtete nach dem Vorfall in Richtung eines nahegelegenen Bahndamms. Die Polizei Hamburg suchte mit einem Hubschrauber, der die Bezeichnung „Libelle“ trägt, sowie mit mehr als einem Dutzend Funkstreifenwagen nach dem flüchtigen Angreifer, jedoch ohne Erfolg. Der Bereich um die Einkaufspassage „Stellinger Höfe“ wurde für Ermittlungen abgesperrt. Die Hintergründe des Streits sind bislang unklar, und die Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen (Mopo).
Das Opfer, zunächst als Mitte 80 beschrieben, wurde später als 40 Jahre alter Mann identifiziert. Er erlitt mehrere Messerstiche im Bauchbereich und sein Zustand wurde vor Ort als kritisch eingestuft. Die Polizei rief Zeuginnen und Zeugen auf, sich unter der Telefonnummer 040 4286 56789 oder bei einer Polizeidienststelle zu melden, um Hinweise zu geben.
Ein besorgniserregender Trend
Dieser Vorfall ist bereits die dritte Messerattacke innerhalb einer Woche in Hamburg. Am Dienstag wurde ein 30-Jähriger am Hamburger Hauptbahnhof lebensgefährlich verletzt, und in der vorhergehenden Woche starb ein 41-Jähriger nach einem Streit in einem Restaurant in Hamburg-Marienthal. Diese Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf die Gewaltkriminalität in der Stadt, auch wenn die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2025 einen Rückgang der Straftaten zeigt. So berichtet die Polizei, dass die Gesamtzahl der Straftaten in Hamburg um 5 Prozent gesunken ist, während die Gewaltkriminalität um 5,4 Prozent zurückging. Besonders erfreulich ist der Rückgang bei den Straftaten mit Messern um 34,6 Prozent und mit Schusswaffen um 12 Prozent (Stern, Polizei Hamburg).
Die Polizei Hamburg hat auch betont, dass die Aufklärungsquote mit 49,1 Prozent den höchsten Stand seit 28 Jahren erreicht hat. Trotz dieser positiven Entwicklungen bleibt die Situation angespannt, da insbesondere die Zahl der angezeigten Vergewaltigungen gestiegen ist. Hierbei sind die Täter häufig aus dem sozialen oder familiären Umfeld der Opfer. Die Polizeibehörden setzen daher verstärkt auf Aufklärung und Prävention, um der Gewaltkriminalität entgegenzuwirken.
Die aktuellen Ereignisse verdeutlichen, dass die Sicherheitslage in Hamburg weiterhin eine Herausforderung darstellt. Die Öffentlichkeit wird gebeten, wachsam zu sein und bei Verdachtsfällen umgehend die Polizei zu informieren. So kann gemeinsam an einer sicheren Stadt gearbeitet werden.