Eine tragische Nachricht aus Istanbul erschüttert gerade das Land. Eine Familie aus Hamburg, die dort ihren Urlaub verbringen wollte, ist in eine dramatische Situation geraten. Die Mutter und ihre zwei Kinder starben kurz nach ihrer Ankunft in der türkischen Metropole, der Vater liegt schwer verletzt auf der Intensivstation und steht kurz vor einer Intubation. Türkische Behörden haben sofort Ermittlungen eingeleitet, um die genauen Umstände der Todesfälle zu klären. Unklar ist bislang, ob eine Lebensmittelvergiftung durch Streetfood oder das Hotel selbst für diese Tragödie verantwortlich ist. Berichtet wird darüber sowohl in türkischen als auch in deutschen Medien, was die Brisanz der Situation unterstreicht, so die Süddeutsche Zeitung.
Das betroffene Hotel, das Royal Seginus, wurde mittlerweile gewissenhaft unter die Lupe genommen. Es kam zu einer Evakuierung der Gäste, die nach dem Tod der Hamburger Familie in andere Hotels untergebracht wurden. Die genauen Auswirkungen dieser Maßnahme sind noch unklar, jedoch wurden diverse Gegenstände aus dem Hotel im Stadtteil Fatih mitgenommen, um sie auf mögliche Gesundheitsrisiken zu untersuchen. In der Zwischenzeit hat die Polizei zwei Personen, die mit der Desinfektion des Hotels beauftragt waren, sowie einen Hotelverantwortlichen festgenommen. Verdacht auf eine Lebensmittelvergiftung als Todesursache scheint sich zu erhärten. Angehörige der Ermittlungsbehörden haben auch Proben des Trinkwassers für Analysen entnommen. Im Hotelzimmer, in dem die Familie untergebracht war, wurden Chemikalien gefunden, offenbar Pestizide, die zur Desinfektion eingesetzt wurden. Dies berichtet die Zeit.
Das Erlebnis der Familie
Die 41-jährige Mutter, Jennifer Bowditch, hatte einen dramatischen Verlauf zu beklagen. Nach dem Verzehr von verdorbenem Chili-Hühnchen vom Hotelbuffet kam sie in ein Privatkrankenhaus, nachdem sie unter extremem Durchfall und Übelkeit gelitten hatte. Sie war die Einzige, die dieses Gericht gegessen hatte, was die Situation noch tragischer macht. Berichten zufolge traten ihre Symptome nur Stunden nach dem Essen auf, und sie verlor mehrmals das Bewusstsein. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich zusehends, und sie wurde sofort behandelt. Dies zeigt, wie schnell es zu solchen dramatischen Vorfällen kommen kann, und trifft auch andere Gäste im Hotel, die ebenfalls erkrankten, wie die Tag24 berichtet.
Das Reiseunternehmen TUI, über welches die Reise gebucht wurde, wusste offenbar bereits von vorherigen Beschwerden über Krankheiten und Hygieneprobleme im Royal Seginus Hotel. Trotz dieser Informationen wird das Hotel weiterhin als Fünf-Sterne-Haus vermarktet. Es bleibt abzuwarten, wie die Umstände der aktuellen Tragödie für die Verantwortlichen Konsequenzen haben werden. Jennifer äußerte in einem Gespräch die Hoffnung, dass TUI die Situation angemessen berücksichtigt und nicht weiter ignoriert.
Die traurige Bilanz dieser Reise bringt nicht nur die Verantwortlichen des Hotels ins Visier, sondern wirft auch Fragen zur Sicherheit von Touristen im Ausland auf. Solche Vorfälle sind eine schmerzliche Erinnerung daran, wie wichtig Hygiene und Lebensmittelsicherheit in der Gastronomie sind. In diesen Tagen, in denen Reisezeit für viele auf dem Plan steht, bleibt die Hoffnung, dass solche Tragödien in Zukunft vermieden werden können.