Heute ist der 17.02.2026 und in Hamburg kündigt sich ein erheblicher Warnstreik im Nahverkehr an, der von der Gewerkschaft Verdi organisiert wird. Von 3.00 Uhr heute Morgen bis Mittwoch um 3.00 Uhr werden zahlreiche Buslinien der Hamburger Hochbahn nicht oder nur eingeschränkt fahren. Betroffen sind die Betriebshöfe Alsterdorf, Hummelsbüttel und Langenfelde, was für viele Pendler und Schüler eine Herausforderung darstellen wird. Besonders stark betroffen sind 37 von 112 Buslinien, die komplett ausfallen, darunter die Linien 4, 5, 6, 7, 17, 18 und viele weitere. Die Hochbahn prüft jedoch, ob auf einigen betroffenen Linien ein eingeschränktes Grundangebot aufrechterhalten werden kann.

Die Hochbahn empfiehlt den Fahrgästen, auf die U- und S-Bahnen auszuweichen, da diese nicht vom Warnstreik betroffen sind. Auch die Hadag-Fähren verkehren planmäßig. Schulbusse sollen weiterhin fahren, was für viele Familien eine gewisse Entlastung darstellt. Informationen über den Streik sind sowohl in der hvv-App als auch auf der Website hvv.de verfügbar, und die Hochbahn informiert die Öffentlichkeit auch über ihre Social-Media-Kanäle. Verdi fordert in den aktuellen Tarifverhandlungen eine Gehaltserhöhung von 7,5 Prozent sowie einen Mietkostenzuschuss von 200 Euro für Auszubildende.

Wellenstreiks angekündigt

Diese Warnstreiks sind Teil einer Serie von geplanten Arbeitskämpfen, die die Gewerkschaft ver.di in den kommenden Tagen und Wochen durchführen möchte. So sind in den nächsten Tagen Wellenstreiks bei der Hamburger Hochbahn AG für Dienstag, Mittwoch und Donnerstag geplant, wobei jeweils einzelne Bereiche oder Betriebshöfe bestreikt werden. Die Hochbahn rechnet mit einem eingeschränkten Betrieb während dieser Streikmaßnahmen, und Fahrgäste werden gebeten, sich tagesaktuell über die hvv switch-App oder auf hvv.de zu informieren.

Besonders auffällig ist, dass die Buslinien, die von Dienstag, 17.02. um 3 Uhr bis Mittwoch, 18.02. um 3 Uhr nicht fahren, identisch mit denen des aktuellen Streiks sind. Dennoch bleibt der Betrieb auf nicht bestreikten Betriebshöfen regulär. Diese Situation zeigt, wie wichtig es für die Gewerkschaften ist, ihre Forderungen durchzusetzen und gleichzeitig den Fahrgästen die Möglichkeit zu geben, informiert zu bleiben.

Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst

Im Kontext der aktuellen Streiks ist es wichtig, die allgemeine Situation im öffentlichen Dienst zu betrachten. Die Verhandlungen über Gehaltserhöhungen für 900.000 Beschäftigte der Länder ziehen sich länger als erwartet hin. Die Gewerkschaften ver.di und der Beamtenbund dbb haben sich kürzlich mit den Ländern auf eine Gehaltserhöhung von insgesamt 5,8 Prozent in drei Schritten geeinigt. Diese Einigung gilt bis zum 31. Januar 2028 und betrifft nicht Hessen, das eigene Regelungen hat.

Die Gehaltserhöhungen erfolgen schrittweise: Ab dem 1. April 2026 gibt es eine Anhebung um 2,8 Prozent oder mindestens 100 Euro, gefolgt von weiteren Anhebungen im Jahr 2027 und 2028. Ursprünglich hatten die Gewerkschaften 7 Prozent und mindestens 300 Euro gefordert, was die Bedeutung der aktuellen Streiks unterstreicht. Die Arbeitgeber-Tarifgemeinschaft bot zuletzt „mehr als fünf Prozent“ an, was zeigt, dass die Verhandlungen von intensiven Diskussionen geprägt sind.

Insgesamt stehen die kommenden Tage im Zeichen von Arbeitskämpfen und Tarifverhandlungen, die sowohl für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst als auch für die Fahrgäste im Hamburger Nahverkehr von großer Bedeutung sind. Die Entwicklungen werden mit Spannung verfolgt, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiter entfalten wird. Weitere Informationen zu den Streikmaßnahmen und deren Auswirkungen sind unter sat1regional.de und hamburg.de zu finden.