Heute ist der 7.02.2026 und in Hessen haben die Bauern und Wetterliebhaber ein besonderes Augenmerk auf die Bauernregeln gelegt, die traditionell zur Wettervorhersage in der Landwirtschaft genutzt werden. Diese Regeln, die auf jahrhundertelangen Beobachtungen basieren, sind jedoch nicht wissenschaftlich belegt. Ein Beispiel ist die Regel zu Lichtmess am 2. Februar: „Scheint zu Lichtmess die Sonne klar, gibt‘s Spätfrost und ein fruchtbar Jahr.“ Eine weitere Regel besagt: „Ist‘s an Lichtmess hell und rein, wird ein langer Winter sein.“ Diese alten Weisheiten helfen den Landwirten, ihre Arbeiten nach der Winterpause zu planen, und sie sind ein fester Bestandteil der hessischen Kultur, wie in einem Artikel von Erik Scharf auf fr.de zu lesen ist.
Besonders interessant ist, dass das Wetter zu Lichtmess auch für die Folgewitterung von Bedeutung ist. Traditionell wird in dieser Zeit das Vieh hornt, weshalb der Februar auch als Hornung bezeichnet wird. Ein milder Februar könnte nach der Bauernregel „Wenn der Hornung warm uns macht, friert’s im Mai noch oft bei Nacht“ Spätfrost im Frühling nach sich ziehen. Heftige Winde im Februar deuten hingegen auf ein fruchtbares Jahr hin. Diese Regeln reflektieren die enge Verbindung zwischen Landwirtschaft und Wetter, die seit Jahrhunderten besteht.
Wetterprognosen für Hessen
Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) wird der Februar in Hessen von einem starken Kältebeginn geprägt sein, der bis zur Monatsmitte andauern könnte. Eine Wetterlage mit Luftmassengrenze über Deutschland lässt auch auf mögliche Niederschläge schließen, darunter Schneefall, Schneeregen und Eisregen. Die Vorhersage für den 1. Februar zeigt stark bewölktes Wetter mit örtlichem Regen und Höchsttemperaturen zwischen 1 und 6 Grad. Am 2. Februar ist mit wechselnd bis stark bewölktem Himmel, örtlichem Sprühregen oder Schneeflocken und Höchstwerten zwischen -1 und +5 Grad zu rechnen. In den letzten Tagen hat Schnee in Hessen bereits für Chaos gesorgt, was die Notwendigkeit von Wetterwarnungen in den Landkreisen unterstreicht.
Zusätzlich wird auf wetter.de berichtet, dass in zwei von drei Fällen eine überdurchschnittliche Anzahl von Frosttagen im Februar und März nachweisbar ist. Dies könnte die Bedeutung der alten Bauernregeln weiter unterstreichen. Viele dieser Regeln, wie etwa „Ist der Februar trocken und kalt, kommt im Frühjahr Hitze bald“ oder „Regen im Februar, Schnee im Mai“, zeigen, dass die Wettervorhersage durch jahrzehntelange Beobachtungen der Natur untermauert ist, auch wenn die wissenschaftliche Basis dieser Regeln oft fehlt.
Tradition und Nostalgie
Bauernregeln sind nicht nur Wetterprognosen, sondern auch ein Stück kulturelles Erbe. Sie entstanden im Mittelalter, als die Menschen stark von Naturbeobachtungen abhängig waren. Ihre Genauigkeit variiert; während einige mit modernen meteorologischen Erkenntnissen übereinstimmen, sind andere eher nostalgische Überlieferungen. Ein Beispiel für eine solche Regel ist: „Der Matthias hat uns lieb, er gibt dem Baum den ersten Trieb“, was auf den 24. Februar anspielt und die ersten Triebe ankündigt.
Die Bedeutung dieser Regeln ist heute zwar nicht mehr so stark wie in vergangenen Zeiten, doch sie spiegeln die Abhängigkeit des früheren Lebens von den Wetterbedingungen wider. Viele Menschen betrachten sie heute eher als schöne Überlieferungen oder als Teil der ländlichen Identität, wie auch auf merkur.de beschrieben.