Am 15. November 2025 fand in Südhessen eine wichtige Veranstaltungsreihe des Hessischen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt (HMLU) statt, die sich ganz der Afrikanischen Schweinepest (ASP) widmete. Ziel dieser Dialogveranstaltungen war es, den aktuellen Stand der Tierseuchenbekämpfung sowie Perspektiven für eine Seuchenfreiheit aufzuzeigen. Die Veranstaltungen, die in Ober-Ramstadt, Groß-Gerau und Bürstadt stattfanden, zogen rund 400 Teilnehmer an, darunter Vertreter aus Verwaltung, Landwirtschaft, Jägerschaft und Zivilgesellschaft.

Die Bekämpfung der ASP ist seither ein kontinuierliches Anliegen – seit dem Ausbruch der Seuche im Juni 2024 informieren die Veranstaltungen über Maßnahmen zur Eindämmung. Staatssekretär Michael Ruhl erklärte den Anwesenden die Landestrategie im Umgang mit der Tierseuche. Ein zentraler Punkt ist die erfolgreiche Eindämmung der ASP durch den Bau von wildschweinsicheren Zäunen und die Einrichtung sogenannter „Weißen Zonen“ – Bereiche, die wildschweinfrei sind und somit Infektionsketten unterbrechen sollen.

Der Stand der Dinge

Wie rheinmainverlag.de berichtet, wurden seit dem 15. Juni 2024 über 6.400 Wildschweine beprobt, von denen 2.288 positiv getestet wurden. Außerdem erstreckt sich die Kadaversuche über rund 860.000 Hektar Fläche, unterstützt durch Drohnen und Suchhunde, die bei der Aufspürung der infizierten Tiere helfen. In diesem Kontext dankte Staatssekretär Ruhl der Jägerschaft für ihren unermüdlichen Einsatz, der in der Bekämpfung dieser Tierseuche unerlässlich ist.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die ursprünglich in Afrika vorkam. Erste Fälle in Europa traten 2007 in Georgien auf, und seither hat sich die Seuche auch in anderen Ländern, darunter die Tschechische Republik, ausgebreitet. Aktuelle Risikoanalysen zeigen, dass das Einschleppungsrisiko nach Deutschland durch illegale Entsorgung von kontaminiertem Material sowie durch Wildschweine und Jagdtourismus als hoch bewertet wird. Dies macht die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen umso dringlicher, wie fli.de erklärt.

Gemeinsam handeln für die Zukunft

Die Dialogveranstaltungen in Südhessen sind nur ein Teil eines umfassenden Ansatzes zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest. Mit regelmäßigen Austauschformaten soll die Transparenz und das Verständnis für die Problematik gefördert werden. Das Zusammenspiel von Regierung, Landwirtschaft und Zivilgesellschaft ist entscheidend, um die wildschweinfreiheit im Seuchengebiet zu erreichen und um sicherzustellen, dass technische Maßnahmen auch tatsächlich greifen.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Weg zur Seuchenfreiheit noch eine Herausforderung darstellt. Dennoch zeigt der Austausch zwischen den Beteiligten, dass alle daran interessiert sind, mit vereinten Kräften diese Tierseuche zu bekämpfen und gleichzeitig die lokale Landwirtschaft zu schützen.