Im malerischen Schönborner Hof in Heidesheim hat am 7. Dezember 2025 die 46. Närrische Weinprobe ihre Tore geöffnet und damit den ultimativen Startschuss für die Fastnacht im Ort gegeben. Veranstaltet vom Heidesheimer Carneval-Verein (HCV), der im kommenden Jahr sein 8 x 11-jähriges Vereinsjubiläum feiert, versammelten sich knapp 190 Gäste, um die köstlichen Weine aus der Region Rheinhessen und der Hessischen Bergstraße zu verkosten. Ein gelungenes Event, das das Beste aus Fastnacht und Weinbau kombiniert, wie journal-lokal.de berichtet.

Unter den feierlichen Klängen von Jürgen Baumgart und Michael Weyers wurden die anwesenden Gäste mit einer exquisiten Weinkarte verwöhnt. Diese umfasste unter anderem den 2022er Spätburgunder trocken sowie den 2024er Riesling „Goldberg“. Auch der 2024er Sauvignon Blanc, der vom Weingut Schloßmühle angeboten wurde, fand großen Anklang. Die Veranstaltung bot nicht nur erlesene Weine, sondern auch eine erfrischende Showtanzeinlage der Gruppe Fun & Dance, die das Publikum mit lebhaften Darbietungen begeisterte.

Einblicke in die Traditionsveranstaltung

Die Moderation der Weinprobe übernahmen neu im Team Nina Sänger und Matthias Pfeiffer, während mitwirkende Größen wie die Deutsche Weinkönigin 2017/18, Charlotte Freiberger, und die Rheinhessische Weinprinzessin 2024/25, Laura Schlösser, für zusätzliche Highlights sorgten. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Ankündigung eines Kinderprinzenpaares, das im Jubiläumsjahr für frischen Wind sorgen möchte, was zeigt, dass der HCV nicht nur die Tradition hochhält, sondern auch auf die kommenden Generationen setzt.

Die Vorfreude auf die nächste Session ist bereits spürbar, denn die Große Sitzung findet am 7. Februar 2026 im Schönborner Hof statt. Zudem wurden wichtige Termine für die Fastnachtssaison bekannt gegeben, darunter die Amtsenthebung am 13. Februar 2026 sowie der Heidesheimer Masken Tanz am 14. Februar. Und für die kleinen Narren gibt es am 17. Februar 2026 ein Kinderkostümfest, das sicherlich ein Hit wird.

Fastnacht – eine lebendige Tradition

Dass Fastnacht mehr ist als nur ein Anlass zum Feiern, beweist die tief verwurzelte Tradition, die bis weit über die deutschen Grenzen hinaus reicht. Die Bezeichnung „Fastnacht“ hat sich nicht nur im Rheinland, sondern auch in anderen deutschen Regionen, wie Hessen und Baden-Württemberg, etabliert. Diese Bezeichnung beschreibt die Zeit vor der Fastenzeit und wird mit ausgelassenen Feiern und speziellen kulinarischen Köstlichkeiten verbunden. In Pennsylvania wird beispielsweise am Shrove Tuesday, dem Vorabend des Aschermittwochs, eine ähnliche Feier abgehalten, was zeigt, wie festlich und gemeinschaftlich diese Tradition gelebt wird, wie Wikipedia erläutert.

In Deutschland wird Karneval verschieden bezeichnet: In Nordrhein-Westfalen sprechen wir von „Karneval“, in Rheinland-Pfalz geht’s um „Fastnacht“ und in Bayern heißt’s „Fasching“. Hierzulande wird an Weiberfastnacht, dem Donnerstag vor Aschermittwoch, symbolisch das Zepter in die Hände der Frauen gelegt, die den Männern die Krawatten abschneiden, falls diese den Mut haben, einen Anzug zu tragen. Die Feier kann also sowohl lustig als auch etwas rüpelhaft werden, was das Fest so lebendig macht, wie deutschland.de beschreibt.

Die Belegung von Kamellen, die während der Umzüge durch die Stadt geworfen werden, bringt nicht nur süße Freude, sondern erinnert auch daran, dass die Fastenzeit und der Verzicht auf Süßigkeiten bevorstehen. Hier in Köln, aber auch in Heidesheim, ist die Fastnacht ein Festival des Lebens, das wir gleichsam mit Freude und einem Gläschen Wein feiern sollten!