Friedlich plätschert der Neckar, während sich in Wald-Michelbach alles um die neuesten Entwicklungen in Sachen präventive Sicherheit dreht. Mit der Berufung von Tina Krieger als neue Schutzfrau vor Ort hat die Polizeidirektion Bergstraße einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Vernetzung zwischen Bevölkerung und Polizei getan. Die 47-jährige Krieger, die seit 1997 bei der Polizei tätig ist und zuvor im Heppenheimer Einbruchskommissariat arbeitete, wird nun als direkte Ansprechpartnerin in ihrer Gemeinde aktiv sein. In einer Zeit, in der Fragen der Sicherheit und Gewaltprävention immer mehr an Bedeutung gewinnen, kann diese Initiative einen wertvollen Beitrag zur Prävention leisten.
Insgesamt sind in ganz Südhessen 32 Schutzleute im Einsatz, von denen sieben in der Polizeidirektion Bergstraße tätig sind. Diese Schutzleute sind nicht nur für die Sicherheit zuständig, sondern fördern auch die Vernetzung mit örtlichen Vereinen, Schulen und Kindergärten und nehmen aktiv an lokalen Veranstaltungen teil. Tina Krieger ist dabei direkt unter der Telefonnummer +49 6207 9405 17 erreichbar und kümmert sich um alle Anliegen der Bürger, sei es um Beratungen in den Bereichen Gewaltprävention, Jugendschutz oder Medienkompetenz.
Prävention im Blick
Die Herausforderungen in der Kinder- und Jugendkriminalität sind nicht zu unterschätzen. Laut dem Bundesjugendministerium zeigt die Mehrheit der tatverdächtigen Kinder und Jugendlichen, dass sie nur einmal mit der Polizei in Kontakt kommen. Nur 5-10 % werden zu Intensivtätern, die meist mit komplexen sozialen Herausforderungen konfrontiert sind, wie Schulproblemen, sozialer Benachteiligung oder Gewalterfahrungen. Hier gilt es, durch gezielte Präventionsarbeit zu intervenieren, um die betroffenen Jugendlichen zu unterstützen und zu fördern.
Das Thema Jugendgewalt ist nicht nur lokal von Bedeutung, sondern erfordert einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz. Die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Schulen und Jugendhilfen wurde in den letzten Jahren verstärkt, und auch die Institutionen sind gefordert, entsprechende Schutzkonzepte zu etablieren. So fordert das Bundesjugendkuratorium gesetzliche Regelungen für Gewaltschutzkonzepte in allen Institutionen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Diese müssen die Diversität der jungen Menschen sowie deren spezifischen Schutzbedarf berücksichtigen.
Ein Netzwerk für Sicherheit
Die positiven Effekte der Präsenz von Schutzleuten wie Tina Krieger stehen außer Frage. Sie sind eine wichtige Anlaufstelle für Bürger, die Fragen zum Thema Sicherheit haben oder Unterstützung benötigen. In ihrer Freizeit engagiert sich Krieger zudem im örtlichen Sportverein und ist leidenschaftliche Mountainbikerin, was ihr ein gutes Verständnis für die Bedürfnisse der Jugend in der Region verleiht.
Mit der richtigen Unterstützung und einem klaren Fokus auf Prävention wird es möglich sein, die Situation für Kinder und Jugendliche in Wald-Michelbach und darüber hinaus zu verbessern. Wer ein Anliegen hat oder Informationen benötigt, erreicht die Polizeistation Wald-Michelbach unter der Telefonnummer +49 6207 9405 0. In Notfällen ist selbstverständlich die Notrufnummer 110 zu wählen.