Im Freibad Ludwig-Steinmetz in Dieburg tut sich etwas: Ab 2026 wird eine Besucherobergrenze eingeführt, um die Situation am Badesee zu entzerren. Wie die Stadtverwaltung in einer aktuellen Ankündigung bekannt gab, gibt es derzeit keine Vorgaben für die Anzahl der Badegäste, und das hat in der Vergangenheit zu langen Warteschlangen am Eingang geführt. Bürgermeister Frank Haus zeigt sich optimistisch, dass durch technische Lösungen die Zugangsbeschränkungen bald möglich werden. Diese Frage werde im Herbst 2025 intensiv diskutiert, um einen reibungslosen Ablauf und ein besseres Erlebnis für alle zu gewährleisten, berichtet op-online.de.
Die diesjährige Badesaison hat bereits ihre Herausforderungen gehabt. An besonders stark frequentierten Tagen gab es nicht nur lange Schlangen, sondern auch Probleme mit der öffentlichen Ordnung, insbesondere beim Parken. Die Stadt Dieburg hat Dutzende Anzeigen gegen unerlaubt parkende Fahrzeuge ausgesprochen, was die Situation nicht gerade einfacher gemacht hat.
Cannabis im Freibad: Ein ständiges Thema
Ein weiteres Problem, das in diesem Zusammenhang häufig zur Sprache kommt, ist der unerlaubte Konsum von Cannabis in der Nähe des Freibades. Auch wenn es gesetzliche Regelungen gibt, die den Konsum in der Nähe von Spielplätzen und öffentlichen Bädern unter bestimmten Bedingungen verbieten, wird dies oft ignoriert. Ein neues Gesetz, das am 1. April 2025 in Kraft trat, besagt, dass der öffentliche Konsum von Cannabis in einem Umkreis von 100 Metern um den Eingangsbereich verboten ist. Dies gilt auch für den Genuss in Anwesenheit von Personen unter 18 Jahren, erklärt dgfdb.de.
Seit Juli patrouilliert ein Sicherheitsdienst im Freibad, um diesem Problem Herr zu werden. Mit einem Budget von 20.000 Euro wurde dieser engagiert, um sicherzustellen, dass die Regeln eingehalten werden. Die Patrouillen zeigen Wirkung, denn Berichte über unerlaubte nächtliche Besuche sind seit Einführung der Videoüberwachung gesunken.
Gesundheit und Hygiene im Schwimmbecken
Ein weiterer wichtiger Aspekt, der bei einem Besuch im Freibad nicht vernachlässigt werden sollte, ist die Wasserhygiene. Ohne regelmäßige Aufbereitung und Desinfektion des Wassers könnten gesundheitliche Gefahren für die Badegäste entstehen. Das Wasser wird kontinuierlich im Kreislauf aufbereitet, sodass Mikroorganismen und Verschmutzungen beseitigt werden. Daneben müssen mindestens 30 Liter Wasser pro Badegast ausgetauscht werden, um unerwünschte Substanzen zu vermeiden. Diese Vorschriften sind gesetzlich verankert und gewährleisten ein sicheres Schwimmerlebnis, informiert umweltbundesamt.de.
Die Gesundheitsämter sind dafür verantwortlich, dass die Vorgaben eingehalten werden. Ihre Aufsicht stellt sicher, dass Schwimm- und Badebecken den hohen Hygieneanforderungen entsprechen. Auf diese Weise wird dafür gesorgt, dass das Baden im Freibad ein Vergnügen bleibt und gesundheitliche Risiken minimiert werden.
Die kommenden Monate werden entscheidend dafür sein, wie das Freibad Dieburg mit seinen Herausforderungen umgeht. Die Besucher dürfen gespannt sein, welche Maßnahmen umgesetzt werden, damit der Badespaß im nächsten Jahr noch besser gestaltet werden kann.