Heute ist der 22.02.2026, und in der Region Darmstadt-Dieburg zeigt sich ein eindrucksvolles Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit, das nicht nur Kosten spart, sondern auch die Effizienz steigert. Der Gemeinsame Kommunale Ordnungsdienst (GemOBB) ist ein solches Projekt, das die beteiligten Gemeinden Griesheim, Weiterstadt, Ober-Ramstadt, Erzhausen und Egelsbach zusammenführt. Der Fokus liegt dabei auf der Verkehrsüberwachung. Bürgermeister Geza Krebs-Wetzl von Griesheim äußert sich positiv zur Fortsetzung des GemOBB, der als bewährtes, leistungsfähiges, kosteneffizientes und zukunftsfähiges Konzept beschrieben wird. In den letzten zwei Jahren wurden Personal und Ressourcen in dieser Zusammenarbeit überarbeitet und verbessert, was die laufenden Kosten für jede der beteiligten Kommunen dauerhaft gesenkt hat. Diese Form der interkommunalen Kooperation ist ein Beispiel dafür, wie Gemeinden durch gebündeltes Fachwissen und professionelle Strukturen profitieren können, wie auch in anderen Bereichen der öffentlichen Verwaltung sichtbar wird.

Die interkommunale Zusammenarbeit, wie sie im GemOBB praktiziert wird, ermöglicht effizientere Lösungen in vielfältigen Bereichen, sei es in der Infrastruktur, der Digitalisierung, der Energieversorgung oder der Verwaltung. Kleinere Städte und Gemeinden können durch solche Kooperationen ihre Ressourcen besser nutzen und gleichzeitig von den Erfahrungen anderer profitieren. Ein weiteres Beispiel für erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit findet sich im Bereich der Friedhofsverwaltung zwischen St. Alban und Gerbach in Rheinland-Pfalz, wo die Pflege der Anlage abwechselnd durch Gemeindearbeiter erfolgt und die Kosten klar verteilt sind. Auch der Zweckverband Eichwald in Baden-Württemberg zeigt, wie durch gemeinsames Handeln wirtschaftliche Erfolge erzielt werden können: Über 56 Millionen Euro an Steuereinnahmen und Grundstücksverkäufen wurden seit 2011 generiert.

Vielfältige Beispiele interkommunaler Zusammenarbeit

Ein weiteres interessantes Beispiel ist das geplante Regionalwerk für Energie im Landkreis Neu-Ulm, wo neun Kommunen gemeinsam Projekte im Bereich Energie umsetzen möchten. Ziel ist es, die kommunale Kontrolle über Energieprojekte zu stärken und die Wertschöpfung in der Region zu sichern. Die Schaffung eines solchen Regionalwerks zum 1. Januar 2026 wird den Fokus auf Photovoltaik, Stromspeicher und E-Ladesäulen legen.

In der Verwaltung gibt es ebenfalls zahlreiche Ansätze, die durch Kooperationen realisiert werden. Der Verwaltungsverband Langenau in Baden-Württemberg bringt 14 Kommunen zusammen, um die Schulversorgung durch gemeinsame Anstrengungen zu verbessern. Hierdurch konnten Investitionen in Höhe von 7,4 Millionen Euro für den Neubau einer Gemeinschaftsschule ermöglicht werden.

Vorteile der Zusammenarbeit

Die Vorteile interkommunaler Zusammenarbeit sind offensichtlich: Kürzere Verfahren und eine bessere Servicequalität für die Bürger sind nur einige der positiven Effekte. So betreiben Abstatt, Beilstein, Ilsfeld und Untergruppenbach seit März 2023 eine gemeinsame Baurechtsbehörde, die die Bearbeitung von Bauanträgen direkt vor Ort ermöglicht und somit effizienter gestaltet. Dies führt zu positiven Rückmeldungen aus Rathäusern und Bürgerschaft nach nur kurzer Zeit.

Insgesamt zeigt sich, dass die interkommunale Zusammenarbeit nicht nur in Darmstadt-Dieburg, sondern in vielen Regionen Deutschlands als Schlüssel zu effizienteren und kostengünstigeren Lösungen fungiert. Diese Art der Kooperation ist nicht nur ein wirtschaftlicher Vorteil, sondern auch ein bedeutender Schritt in Richtung einer zukunftsfähigen Verwaltung, die den Bedürfnissen der Bürger gerecht wird. Weitere Informationen finden Sie in der ausführlichen Analyse zur interkommunalen Zusammenarbeit auf kommunal.de und echo-online.de.