Heute, am 18. Februar 2026, wird in Darmstadt eine Gedenkstätte für Ali Bayram eröffnet, der vor 32 Jahren Opfer eines rassistischen Verbrechens wurde. Die neue Anlage, die an der Ecke Heimstättenweg und Klausenburger Straße ihren Platz findet, wird als Ali-Bayram-Anlage benannt und ist ein wichtiger Schritt zur Erinnerung an dieses tragische Ereignis.

Um 11 Uhr werden Oberbürgermeister Hanno Benz (SPD) und Stadtrat Paul Georg Wandrey (CDU) Reden zur Enthüllung einer Stele halten, die als Symbol der Mahnung an die rassistischen Vorurteile dienen soll, die zu Bayrams Tod führten. Bayram wurde am 18. Februar 1994 in seiner Wohnung von einem 29-Jährigen erschossen, nachdem dieser zuvor rassistische Beschimpfungen geäußert hatte. Der Täter wurde zu neun Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt, jedoch nach nur sechs Jahren entlassen.

Ein Vermächtnis der Erinnerung

Ali Bayrams Familie hat sich stets für die Erinnerung an ihn eingesetzt. Seine Tochter Asli überlebte die grausame Tat, nachdem sie am Arm getroffen wurde. Die Kinder von Ali Bayram beschrieben ihren Vater als freundlichen, humorvollen und hilfsbereiten Menschen. Bei der Gedenkveranstaltung wird auch ein Blumenkranz zur Erinnerung an den verstorbenen Bürger niedergelegt.

Oberbürgermeister Hanno Benz kritisierte, dass das Gericht bei der Urteilsverkündung keine rassistische Motivation des Täters berücksichtigte und rief dazu auf, sich mit den Folgen von rassistischem Terror auseinanderzusetzen. Die Diskussion um Diskriminierung und Rassismus ist nach wie vor aktuell, wie eine Studie zeigt. Im Jahr 2024 wurden rund 1.420 fremdenfeindliche Gewalttaten registriert – ein Höchststand, der die Gesellschaft alarmiert.

Eine Stadt steht zusammen

Am selben Tag sorgt ein Tiertransporter-Unfall auf der A480 bei Gießen für Aufregung, da etwa 3.000 Hühner auf der Autobahn herumlaufen. Der Lkw prallte gegen die Mittelleitplanke, was zu einer Sperrung der Fahrbahn in Richtung Reiskirchen führte. Solche Zwischenfälle sind nicht nur wegen der geborstenen Pläne für die Hühner auf den Straßen bemerkenswert, sondern auch, weil sie uns an die Zerbrechlichkeit des Lebens erinnern.

Außerdem gehen in Darmstadt etwa 20 Menschen auf die Straße, um gegen die Rodung am Osthang der Mathildenhöhe zu protestieren, wo ein Infozentrum für das UNESCO-Weltkulturerbe entstehen soll. In diesen bewegten Zeiten zeigt sich, dass sich Menschen für ihre Belange einsetzen und ihre Stimme gegen Ungerechtigkeiten erheben.

In Frankfurt startet die Veranstaltungsreihe „Unreleased“, wo heute zehn Künstler unveröffentlichte Songs performen. Dies unterstreicht das kulturelle Leben in der Region, in der Zusammenhalt und Gemeinschaft eine wichtige Rolle spielen. Das Gedenken an Ali Bayram und die Feiertage im Ramadan, die heuer zusammenfallen, erinnern uns an die Bedeutung von Respekt, Mitgefühl und Vielfalt in unserer Gesellschaft.

Aktuelle Statistiken belegen, dass es in Deutschland nach wie vor einen Anstieg diskriminierender Einstellungen gibt. So gelten im Jahr 2024 21,8% der Deutschen als manifest ausländerfeindlich, und die gesellschaftliche Polarisierung ist spürbar. Umso wichtiger sind Veranstaltungen, wie die Gedenkfeier für Ali Bayram, die anregen, über Rassismus und Vorurteile ins Gespräch zu kommen.

Für die Stadt Darmstadt und darüber hinaus bleibt die Erinnerung an Ali Bayram ein bedeutendes Zeichen im Kampf gegen Diskriminierung und für ein respektvolles Miteinander. Die gesamtgesellschaftliche Verantwortung, sich gegen Rassismus zu stellen, ist nun mehr denn je gefordert.

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