Am 16. September 2025 haben Wissenschaftler in Darmstadt spannende Fortschritte in der Nanotechnologie erzielt, indem sie den magnetischen Halbleiter Chrom-Sulfid-Bromid (CrSBr) näher untersucht haben. Diese internationale Forschungsarbeit, an der mehrere renommierte Institutionen beteiligt sind, hat vielversprechende Ergebnisse geliefert, die im Fachjournal ACS Nano veröffentlicht wurden. Forscher der TU Darmstadt und Partner aus Prag und Japan haben gezeigt, wie sich die einzigartigen Eigenschaften dieses Materials nutzen lassen, um die Datenverarbeitung in der Zukunft zu revolutionieren.

CrSBr besteht aus ultradünnen Schichten, die nur einen Nanometer dick sind und magnetische Eigenschaften aufweisen. Jede dieser Schichten verhält sich wie ein kleiner Magnet, wobei sich die magnetischen Ausrichtungen der benachbarten Schichten entgegenstehen. Bei experimentellen Untersuchungen unter sehr tiefen Temperaturen wurden erstaunliche Effekte beobachtet: Die Magnetisierung der Schichten konnte mithilfe von Magnetfeldern gezielt verändert werden. Diese Veränderungen hat man festgehalten, indem man die optischen Eigenschaften des Materials analysiert.

Neue Maßstäbe in der Datenverarbeitung

Ein zentrales Ziel dieser Forschung ist die Entwicklung neuartiger magnetischer Speicherelemente, die sich optisch auslesen lassen, was zu schnelleren und energiesparenderen Methoden der Datenspeicherung führen könnte. Professor Bernhard Urbaszek, der Letztautor der Studie, hebt die Relevanz dieser Ergebnisse für die Elektronik, Optik und insbesondere die Quantentechnologie hervor. Die bisher ungenutzte Kombination der magnetischen und optischen Eigenschaften von CrSBr könnte den Weg für neue Technologien ebnen.

Besonders spannend sind die jüngsten Ergebnisse, die in einer weiteren Veröffentlichung im Journal of Materials Chemistry C zu finden sind. Dort werden die interlayer magnetischen Ordnungen von CrSBr mithilfe modernster ab initio Berechnungen und optischer Spektroskopietechniken genauer beleuchtet. Durch innovative photoreflektive Messungen konnten Forscher erstmals direkte Übergänge im Material nachweisen, was erhebliche Auswirkungen auf die elektronischen Eigenschaften hat. Bemerkenswert ist, dass Temperaturveränderungen zu einer spürbaren Änderung der optischen Eigenschaften bei CrSBr führen, die für zukünftige Anwendungen von größter Bedeutung sein könnten.

Der Einsatz von Licht in der Nanotechnologie

Die Forschung zu magnetischen Halbleitern ist nicht nur für die Datenspeicherung von Bedeutung, sondern auch für andere technologische Anwendungen. So wird in der Wissenschaft zunehmend an der Lichtmanipulation in Nanostrukturen geforscht, um Fortschritte in verschiedenen Bereichen wie Biosensoren und Smartphones zu erzielen. Forscher wie Deep Jariwala haben entscheidende Fortschritte gemacht, indem sie die Wechselwirkungen zwischen Licht und antiferromagnetischen Materialien untersucht haben, die ähnliche physikalische Eigenschaften wie CrSBr aufweisen.

Diese neuen Erkenntnisse tragen dazu bei, das Konzept der „Magnetophotonik“ zu entwickeln, welches als vielversprechendes Forschungsfeld gilt. Die Möglichkeit, Licht mithilfe magnetischer Eigenschaften zu steuern, könnte bahnbrechende Anwendungen in der zukünftigen Technologie eröffnen. Um diese Technologien voranzutreiben, arbeiten Wissenschaftler weltweit an der praktischen Umsetzung dieser Prinzipien.

Dank der hervorragenden Zusammenarbeit in der Wissenschaft geht es mit den Forschungen auf hohem Niveau weiter. Vor allem die Kombination aus verfeinerten analytischen Techniken und modernen Berechnungsmethoden zeigt das große Potenzial, das in Materialien wie dem CrSBr steckt. Wir dürfen gespannt sein, welche Innovationen der nächste Schritt bringen wird!