Ein inspirierendes Fest der Architektur und Fotografie bahnt sich in Darmstadt an! Jula-Kim Sieber, die seit 2017 an der Spitze der Werkbundakademie Darmstadt steht, stellte kürzlich einen besonderen Meilenstein vor. Vor dem Literaturhaus präsentierte sie ein Banner des 12. Darmstädter Stadtfotografen des Jahres 2020, Vitus Saloshanka. Dies ist nur eines von vielen Zeichen, dass die Akademie seit 25 Jahren ein wichtiger Impulsgeber für Stadtentwicklung und Kulturgeschichte in Darmstadt und der Rhein-Main-Region ist.
Gegründet im Jahr 2000, hat die Werkbundakademie es sich zur Aufgabe gemacht, die Qualität der Gestaltungs- und Kulturentwicklung zu fördern. Nun wird mit Philipp Meuser, dem neuen Stadtfotografen, der 2026 das Thema „Wiederaufbau“ in den Fokus rückt, ein weiteres Kapitel in der Geschichte der Akademie aufgeschlagen. Meuser wird seine Resultate in einer Ausstellung und einem Buch präsentieren. Die Jury, die ihn auswählte, setzte sich aus namhaften Persönlichkeiten wie Sieber, Barbara Boczek, Peter Engels und Peter Cachola Schmal zusammen.
Der Charme der Stadtfotografie
Der Darmstädter Stadtfotograf-Preis, der seit 2001 verliehen wird, hat längst internationale Aufmerksamkeit erregt und zur Etablierung der Darmstädter Tage der Fotografie beigetragen. Diese Plattform ermöglicht es, verschiedene Facetten der Fotokunst zu präsentieren und fördert besonders innovative Ansätze in der Fotografie. So können die Stadtfotografen der letzten Jahre, darunter Saloshanka, dessen Arbeiten die Architektur von Friedrich Pützer ins rechte Licht rücken, die Beziehung zwischen Kunst und Urbanität neu denken.
Saloshanka wurde in 2020 eingeladen, die Bauwerke Pützers, zu denen der Hauptbahnhof und das Paulusviertel gehören, in fotografischen Arbeiten zu verewigen. Pützers Werke prägen bis heute das Stadtbild und die Fotografien eröffnen einen frischen Blick auf diese bedeutenden Bauten. „Fotografie ist eine Art der Auswahl“, erklärt Saloshanka, „die das Schönste festhält“.
Zukunft gestalten
Die Werkbundakademie fördert nicht nur den Dialog über Stadtentwicklung, sondern engagiert sich auch für die Bewerbung der Region als World Design Capital 2026. Die erste Eröffnungsfeier findet am 16. Januar in der Centralstation in Darmstadt statt. zur weiteren Planung trifft sich eine „Designrunde“ am 8. Dezember im „Citylab“, um die Herausforderungen und Möglichkeiten der anstehenden WDC-Veranstaltungen zu besprechen.
Ein weiteres Highlight ist die aktuelle Ausstellung in den Offenbacher Parkside Studios, die bis zum 10. Dezember läuft und künstlerische Arbeiten von Frauen und Mädchen zeigt. Zu dieser lädt Sieber auch musikalisch ein und vollendet die Verbindung von Kunst und Kultur.
Die vergangenen Jahre der Werkbundakademie sind in einer Chronik dokumentiert, die anlässlich des 25-jährigen Bestehens veröffentlicht wurde. Damit wird nicht nur die Entwicklung, sondern auch die Vision einer humanen Umwelt erneut unterstrichen. Ein Ort, an dem Kunst, Technik und Wissenschaft Hand in Hand gehen, um eine lebenswerte Zukunft zu gestalten. Man kann nur gespannt sein, was die nächsten Jahre bringen werden!
Weitere Informationen über die vielfältigen Aktivitäten und zukünftigen Veranstaltungen der Werkbundakademie Darmstadt finden Interessierte auf der offiziellen Webseite unter wba-darmstadt.de.