In Hessen sorgt ein dreister Diebstahl für Aufregung: Unbekannte Täter haben aus einem Solarpark in Grebenstein, im Landkreis Kassel, rund 15 Kilometer Kupferkabel entwendet. Der Vorfall ereignete sich zwischen Dienstag, dem 3. Februar, und Samstag, dem 7. Februar, um 8 Uhr. Die Täter gingen dabei äußerst professionell vor und durchtrennten an mehreren Stellen den Zaun der Anlage, die unweit der Siedlung Friedrichsthal liegt.
Durch gewaltsames Abtrennen der Verkabelung zahlreicher Solarpaneele erbeuteten die Täter nicht nur die Kabel, sondern verursachten auch erheblichen Sachschaden. Der Wert der gestohlenen Beute wird auf mindestens 30.000 Euro geschätzt, doch die genauen Reparaturkosten sowie der Verlust durch die unterbrochene Stromproduktion sind bislang nicht beziffert. Die Polizei geht davon aus, dass mehrere Täter an dem Diebstahl beteiligt waren und ein größeres Fahrzeug zum Abtransport der Kabel genutzt wurde. Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich des Solarparks bemerkt haben, werden gebeten, sich unter Tel. 05671-99280 bei der Polizei Hofgeismar zu melden.
Polizei sucht nach Hinweisen
Die Polizei in Hofgeismar hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nun nach Zeugen, die möglicherweise etwas beobachtet haben. Die Täter hatten mehrere Tage Zeit, um ihre Tat zu begehen, was auf eine gut geplante Vorgehensweise hindeutet. Der Diebstahl von Kupferkabeln aus Solarparks ist kein Einzelfall; immer wieder werden solche Anlagen Ziel von Kriminellen, die auf den hohen Wert des Metalls abzielen.
Die Auswirkungen des Diebstahls sind für den Betreiber des Solarparks erheblich. Neben dem Verlust der Kabel entstehen durch die notwendigen Reparaturen und den Ausfall der Stromproduktion zusätzliche Kosten. Der Vorfall wirft zudem Fragen zur Sicherheit von Solarparks auf, die in den letzten Jahren zunehmend als wichtige Energiequelle an Bedeutung gewonnen haben und somit auch einen höheren Schutzbedarf an den Tag legen sollten.
Wachsende Problematik
Der Diebstahl von Kupferkabeln ist nicht nur ein lokal begrenztes Problem, sondern stellt ein zunehmendes Phänomen in vielen Regionen dar. Immer häufiger werden Solarparks, aber auch andere Infrastrukturprojekte, Opfer von Metalldieben. Es bleibt abzuwarten, wie die Ermittlungen in Grebenstein vorankommen und ob die Polizei die Täter fassen kann. Die örtliche Bevölkerung ist aufgerufen, wachsam zu sein und verdächtige Aktivitäten zu melden, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.
Für weitere Informationen zu diesem Vorfall und die laufenden Ermittlungen besuchen Sie bitte die Originalquelle sowie die Berichterstattung der Tagesschau und die Hessenschau.