Die Fastnacht in Hessen steht vor der Tür und erreicht ihren Höhepunkt von Fastnachtssonntag bis -dienstag. In dieser festlichen Zeit verwandeln sich die Straßen in ein buntes Treiben, das Hunderttausende von Menschen anzieht. In Frankfurt wird der große Umzug am Sonntag um 12:21 Uhr starten, während der Wiesbadener Umzug am Fastnachtssonntag um 12:11 Uhr beginnt und ebenfalls mehrere Hunderttausende Besucher anziehen wird. Ein weiteres Highlight ist der Rosenmontagszug in Fulda, der größte in Hessen, der um 13:33 Uhr startet und Zehntausende Zuschauer erwartet. Der Fuldaer Umzug hat über 260 Zugnummern und mehr als 4200 Teilnehmer, was ihn zu einem der spektakulärsten in der Region macht. In Heddernheim findet am Dienstag um 14:11 Uhr der „Klaa Pariser Fastnachtszug“ statt, während in Herbstein der Springerumzug am Rosenmontag um 10:11 Uhr beginnt, angeführt von Julian Herrmann, der das Amt des Bajazz für 11.110 Euro ersteigert hat. Auch Seligenstadt ist bekannt für einen der größten Rosenmontagsumzüge im Rhein-Main-Gebiet, der um 14:01 Uhr stattfindet und bis zu 40.000 Zuschauer anzieht. Am Fastnachtsdienstag findet in Dieburg ein großer Umzug um 13:33 Uhr statt, der ebenfalls Zehntausende Besucher anlocken wird. Diese Informationen stammen aus einem Bericht von n-tv.

Sicherheitsvorkehrungen und Herausforderungen

In Anbetracht der aktuellen Sicherheitslage, insbesondere nach dem tragischen Anschlag in München, hat Innenminister Roman Poseck (CDU) betont, dass Karnevalfans in Hessen unbeschwert feiern sollen. Alle Polizeipräsidien in Hessen haben die bevorstehenden Veranstaltungen überprüft und stehen in engem Austausch mit den Veranstaltern sowie den Kommunen. Bei Bedarf werden zusätzliche Polizeikräfte eingesetzt, um ein sicheres Feiern zu gewährleisten. Aktuell gibt es jedoch keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdungslage für Karnevalsveranstaltungen, inklusive der Fastnachtsumzüge.

Poseck warnt allerdings, dass die Gefahr in Hessen abstrakt hoch bleibt und hebt die Notwendigkeit von Wachsamkeit und guter Vorbereitung hervor. Die Sicherheitskonzepte, die in enger Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden entwickelt wurden, berücksichtigen aktuelle Sicherheitsthemen und regionale Bedingungen. In Offenbach, wo die Stadt kurzfristig Kosten im niedrigen fünfstelligen Bereich für Fastnachtsumzüge in den Stadtteilen Bieber und Bürgel übernimmt, werden erstmals mobile Absperrungen eingesetzt und die Präsenz der Polizei erhöht. Diese Maßnahmen sind präventiv und sollen ein sicheres Gefühl für die Menschen auf den Veranstaltungen gewährleisten, so die Polizei Osthessen.

Finanzielle Unterstützung für Karnevalsvereine

Die Fuldaer Karnevalsgesellschaft (FKG) organisiert den größten Rosenmontagszug Hessens und ist auf Spenden angewiesen, um die Veranstaltung weiterhin durchführen zu können. Die FKG führt eine Spendenaktion rund um den RoMo-Orden durch, der für Spenden ab 66,66 Euro verliehen wird, um das Bewusstsein für das Thema Sicherheit zu schärfen. FKG-Vizepräsident Jan-C. Frühauf hebt die Wichtigkeit des Themas Sicherheit hervor und betont, dass sie im engen Austausch mit den Sicherheitsbehörden stehen, um ihr Sicherheitskonzept kontinuierlich anzupassen. Auch beim Rosenmontagszug in Fulda werden Änderungen der polizeilichen Strecken- und Absperrposten vorgenommen, um die Sicherheit zu erhöhen. Diese Informationen stammen aus einem Artikel von Welt.de.

Gemeinsame Sicherheitsstrategie

Um die Sicherheit bei Karnevalsveranstaltungen zu verbessern, fand im Innenministerium eine Informationsveranstaltung mit Vertretern der Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval e.V. (IGMK) und des Karneval-Verbandes Kurhessen e.V. statt. Anwesend waren unter anderem Landespolizeipräsident Robert Schäfer und Polizeibeamte aus dem Hessischen Landeskriminalamt. In dieser Veranstaltung wurde die kulturelle Bedeutung des Karnevals in Hessen hervorgehoben und es wurden Herausforderungen besprochen, mit denen Sicherheitsbehörden konfrontiert sind. Die Hessische Polizei bereitet sich intensiv auf die Karnevalszeit vor und passt ihre Maßnahmen an. Das Sonderförderprogramm „Zufahrtssperren gegen Fahrzeugattacken im öffentlichen Raum“ wurde eingeführt, um kommunale Schutzmaßnahmen gegen Fahrzeugangriffe zu unterstützen. Diese Informationen stammen aus dem Bericht auf innen.hessen.de.

Die Fastnacht in Hessen ist also nicht nur ein Fest der Freude und des Feierns, sondern auch ein Beispiel für die enge Zusammenarbeit zwischen Veranstaltern, Behörden und der Polizei, um ein sicheres und unbeschwertes Feiern zu ermöglichen.