FDP plant verkaufsoffene Adventssonntage: Zukunft des Handels in Hessen!

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Stefan Naas von der FDP schlägt verkaufsoffene Adventssonntage in Hessen ab 2026 vor, um den Einzelhandel zu stärken.

Stefan Naas von der FDP schlägt verkaufsoffene Adventssonntage in Hessen ab 2026 vor, um den Einzelhandel zu stärken.
Stefan Naas von der FDP schlägt verkaufsoffene Adventssonntage in Hessen ab 2026 vor, um den Einzelhandel zu stärken.

FDP plant verkaufsoffene Adventssonntage: Zukunft des Handels in Hessen!

Am 29. November 2025 gibt es spannende Neuigkeiten aus dem hessischen Einzelhandel. Der FDP-Vorsitzende Stefan Naas hat einen Gesetzentwurf für einen verkaufsoffenen Sonntag im Advent vorgestellt. Ziel dieser Initiative ist es, den lokalen Einzelhandel zu stärken und den Kunden mehr Flexibilität zu bieten. Naas betonte die Sorgen über die wirtschaftliche Lage inhabergeführter Geschäfte in Anbetracht des wachsenden Wettbewerbs durch den Onlinehandel. Konzepte für einen verkaufsoffenen Adventssonntag könnten bereits ab 2026 auf die Beine gestellt werden.

Der Vorschlag sieht vor, dass die Geschäfte an einem der ersten drei Adventssonntage öffnen dürfen, allerdings nur, wenn ein örtlicher Anlass, wie beispielsweise ein Weihnachtsmarkt, stattfindet. An diesen Tagen sollen die Läden bis zu sechs Stunden geöffnet sein, jedoch spätestens um 20 Uhr schließen, damit die traditionell hohen kirchlichen Aktivitäten an den Adventssonntagen nicht gestört werden. Diese Regelung würde sich insbesondere auf Stadtzentren konzentrieren, während Baumärkte und ähnliche Einrichtungen außerhalb der Städte nicht betroffen wären, was Naas als „sehr konservativ“ kritisierte und von einer nicht zeitgemäßen Gesetzgebung sprach.

Ein Bedarf für Veränderungen

Laut Naas entsprechen die aktuell geltenden Regelungen nicht der Lebenswirklichkeit vieler Einzelhändler. Der FDP-Vorsitzende wies darauf hin, dass die Partei bereits im Sommer 2022 kleine automatisierte Verkaufsstellen am Sonntag erlaubte. In anderen Bundesländern, wie Nordrhein-Westfalen und Bayern, sind bereits mehrere verkaufsoffene Sonntage erlaubt, was die Wettbewerbsbedingungen in Hessen erschwert. Jochen Ruths, Präsident des Handelsverbands Hessen, unterstützt die Forderung der FDP. Er betont, dass die Möglichkeit, an einem der vier Adventssonntage zu öffnen, ein wichtiger Schritt für den hessischen Handel wäre.

In Hessen sind verkaufsoffene Sonntage an bestimmte Bedingungen geknüpft. So sind Feiertage wie Karfreitag oder der Totensonntag von dieser Regelung ausgeschlossen. Die Verkaufszeit ist auf sechs Stunden beschränkt und findet häufig im Zusammenhang mit besonderen Events statt. Beliebte Einkaufsziele in Hessen sind unter anderem das Nord West Zentrum und das Hessen-Center in Frankfurt am Main, die regelmäßig von Käufern frequentiert werden. Hier sind auch Spielräume für zukünftige verkaufsoffene Sonntage zu erkennen.

Regeln für Ladenöffnungszeiten

Um einen Überblick über die geltenden Ladenöffnungszeiten zu gewähren, lautet die Vorschrift in Hessen, dass Geschäfte von Montag bis Samstag von 0:00 bis 24:00 Uhr öffnen dürfen, wobei an Heiligabend und Silvester eine verkürzte Öffnungszeit bis 14:00 Uhr gilt. Die Anwendung der Gesetze über die Verkaufsoffenen Sonntage sieht zudem vor, dass Geschäfte höchsten vier Mal im Jahr für jeweils sechs Stunden am Sonntag geöffnet werden dürfen. Dies geschieht normalerweise außerhalb der Hauptgottesdienstzeiten, um den kirchlichen Gepflogenheiten Rechnung zu tragen offenbach.ihk.de.

Mit dem neuen Gesetzentwurf will die FDP in Hessen also nicht nur die Öffnungszeiten anpassen, sondern auch einen wichtigen Schritt zur Modernisierung des Einzelhandels einleiten. Die Vorschläge werden voraussichtlich in der zweiten Dezemberwoche im Plenum des Landtags behandelt und könnten schon bald realisiert werden – und damit vielleicht die Shopping-Atmosphäre im Advent deutlich auflockern.