Was gibt’s Neues am Frankfurter Flughafen? Mit der neuen Abflugroute „Cindy S“, die seit Sommer 2025 in Betrieb ist, hat sich die Lärmbelastung in einigen Kommunen innerhalb der Region verändert. Die Route schlängelt sich kurvenförmig über den Norden Darmstadts und vorbei an den Gemeinden Erzhausen und Egelsbach, die nun besonders unter erhöhtem Fluglärm leiden. Grades in diesen Gegenden hat die Lautstärke merklich zugenommen, so die ersten Monitoring-Ergebnisse, die vom Forum Flughafen und Region (FFR) veröffentlicht wurden.

Ziel der neuen Abflugroute war es, die Gemeinden im Norden Darmstadts zu entlasten. Doch die ersten Zahlen zeigen, dass die Lärmbelastung sich verlagert hat, und die Menschen in Erzhausen und Egelsbach nun stärker betroffen sind als zuvor. Tagesschau berichtet, dass die Flugzeuge laut Monitoring nun im Schnitt höher fliegen als im letzten Jahr.

Erste Ergebnisse und Reaktionen

Insgesamt haben rund 97 Prozent der Flugzeuge die neue Route „sehr gut“ eingehalten. Doch die Kritiker sind laut: Die Bürgerinitiative „Stopp Cindy S“ hat die Ergebnisse scharf angegriffen und betont, dass Ausreißer bei der Lärmbelastung entscheidend seien. Mehrere Kommunen in Südhessen äußern heftige Kritik an der neuen Route, und auch der Landkreis Darmstadt-Dieburg sowie Bürgermeister haben bereits eine Beschwerde an den Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) gerichtet.

Ergänzend werden bereits neue Messstationen eingerichtet, um die Lärmdaten noch besser zu überwachen. Eine zusätzliche Station in der Gemeinde Messel wird aufgestellt, und auch in Langen sowie Darmstadt-Kranichstein sind weitere Messungen geplant. Laut t-online soll auch in Erzhausen eine umfassendere Erhebung in den Sommermonaten stattfinden. Ausführliche Ergebnisse werden für Juni 2026 erwartet.

Die Situation vor Ort

In der Gemeinde Weiterstadt-Gräfenhausen hingegen wurde eine spürbare Lärmentlastung festgestellt. Der mittlere Maximalpegel ist um 1,5 bis 2,3 Dezibel gesunken. Doch während einige Gebiete profitieren, ziehen andere den Kürzeren. Eine klare Verschiebung in der Lärmbelastung ist unübersehbar.

Der Druck auf die Verantwortlichen steigt, die Situation zu bewerten und gegebenenfalls Verbesserungen für die betroffenen Bürger:innen zu prüfen. Das Monitoring des FFR wird intensiv fortgeführt, um die Auswirkungen des Flughafens auf die Region klar im Blick zu haben und als Dialogplattform zwischen der Luftverkehrswirtschaft und der Region Rhein-Main zu fungieren.

Insgesamt bringt die neue Abflugroute die Menschen in der Region zum Reden – mal laut, mal leise. Es bleibt spannend zu verfolgen, wie sich die Diskussion um den Fluglärm entwickeln wird.