In Köln tut sich was im Kunststoffmaschinenbau: Im ersten Quartal 2025 ist der preisbereinigte Auftragseingang um bemerkenswerte 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dies zeigt, dass die Branche auf einem aufsteigenden Ast ist, auch wenn die Umsätze nach wie vor um 17 Prozent hinter den Werten des ersten Quartals 2024 zurückbleiben, wie kunststoffweb.de berichtet.
Besonders erfreulich für die Hersteller von Spritzgießmaschinen: Hier stieg der Auftragseingang um 9 Prozent. Doch eine gute Nachricht hat ihren Preis, denn der Umsatz ging gleichzeitig um 15 Prozent zurück. Bei Blasformmaschinen sieht die Lage hingegen positiv aus: Sowohl der Auftragseingang als auch der Umsatz konnten um 10 Prozent wachsen. Im Kontrast dazu erlitten die Hersteller von Extrudern einen Rückgang von 13 Prozent, sowohl beim Auftragseingang als auch beim Umsatz.
Stagnation im Hintergrund
Dennoch zeigen die Zahlen des ersten Quartals 2025, dass es in den Euroländern sogar ein enormes Plus von 38 Prozent bei den Auftragseingängen gab. Dies könnte ein Vorzeichen für eine Trendwende sein, trotz der stagnierenden Umsätze. Der VDMA-Präsident fordert deshalb, dass jetzt strategische Weichenstellungen und ein klarer Kurs von der Bundesregierung vorgegeben werden sollten, um die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu verbessern.
Der Ausblick auf die Zukunft
Ein Lichtblick ist die bevorstehende K 2025 im Oktober, die als Plattform für Unternehmen dient, um neue Innovationen vorzustellen und aktuelle Themen wie Kreislaufwirtschaft und digitale Transformation zu diskutieren. Diese Plattform könnte der Branche helfen, wieder auf die Beine zu kommen und neue Impulse zu setzen. Die Integration junger Talente in diesem Kontext ist besonders von Bedeutung, da der VDMA ein neues Format „Young Talents“ ins Leben gerufen hat, um diese Themen zu sensibilisieren.
Besonders hervorzuheben ist, dass Deutschland etwa jede vierte Kunststoffmaschine weltweit wertmäßig produziert. Allerdings ist der Außenhandel unter Druck geraten und der Export ist um 6,6 Prozent gesunken. China bleibt dennoch der wichtigste Einzelmarkt für die hiesige Branche, obwohl auch dort ein Rückgang von 26,1 Prozent zu verzeichnen war.
Die Herausforderungen sind spürbar, die Unsicherheit der konjunkturellen Situation ist hoch. Laut vdma.org gibt es in vielen Bereichen der Maschinenbauindustrie Stagnation und Rückgänge. Daher heißt es für die Branche: Ein gutes Händchen haben und sich gut aufstellen, um die nächsten Schritte weise zu gehen.