Am Frankfurter Flughafen wird mit der neuen Skyline-Bahn ein bedeutendes Infrastrukturprojekt realisiert, das nicht nur die Anbindung der Terminals optimiert, sondern auch einen technologischen Fortschritt darstellt. Die Bahn wird zwei Monate vor der Eröffnung des neuen Terminals 3 in Betrieb genommen. Fraport-Chef Stefan Schulte betont, dass die Bahn ein Erlebnis für Besucher und Umsteiger darstellt und alles bereits abgenommen sei. Die neue Station der Skyline-Bahn befindet sich nördlich des Terminals 1 und ist über den Übergang zum Fernbahnhof erreichbar. Sie wird der zentrale Knotenpunkt zwischen den Terminals 1, 2 und 3 sowie zu den Bahnhöfen sein.

Projektleiterin Stefanie Plesmann beschreibt das Stationsgebäude als wahre Ingenieurbaukunst, das trotz herausfordernder Bedingungen einladend wirkt. Unter der Station entsteht ein neuer Busbahnhof mit elf Haltestellen, der den Passagierfluss weiter verbessert. Die Architektur basiert auf den Planungen des Londoner Büros Nicholas Grimshaw, während die detaillierten Entwürfe vom Frankfurter Büro Albert Speer und Partner stammen.

Technische Details und Effizienz

Die neue Skyline-Bahn verbindet bereits die Terminals 1 und 2 und wird künftig im Regelbetrieb die Terminals 1, 2 und 3 im Zweiminutentakt bedienen. Die vollautomatischen Züge, hergestellt von Siemens Mobility, transportieren jeweils rund 140 Passagiere, sodass pro Stunde etwa 4000 Menschen in jede Richtung befördert werden können. Neun Züge sind im Einsatz, drei davon als Reserve, und die Züge können bei Bedarf um einen dritten Waggon erweitert werden.

Die Strecke erstreckt sich über 5,6 Kilometer und wird in knapp acht Minuten bei Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h zurückgelegt. Dreieinhalb Kilometer der Strecke verlaufen in Hochlage, wobei der nördliche Fahrweg besonders eng ist. Die erste Stütze wurde im Juli 2019 eingesetzt, der letzte Fahrwegträger im Oktober 2023. Das Besondere an dieser Bahn ist, dass sie autonom ohne Zugführer fährt und praktisch keine Wartezeiten für Passagiere entstehen. Außerdem ermöglicht ein Energiespeicher- und Rückgewinnungssystem einen stromsparenden Betrieb, was die Nachhaltigkeit des Projekts unterstreicht.

Ein Blick in die Zukunft

Im Probebetrieb pendeln bereits Mitarbeiter und „Probepassagiere“ zwischen den Terminals. Fraport investiert rund eine halbe Milliarde Euro in diese neue Bahn und die Station, was nicht nur die Passagierströme neu ordnen soll, sondern auch den Airlines, die nicht ins neue Terminal einziehen, mehr Platz im Norden bietet. Es wird erwartet, dass es kaum Umsteiger zwischen Terminal 1 und 3 geben wird, da Codeshare-Flüge in der Regel am selben Terminal abgefertigt werden.

Mit dieser Initiative wird auch die Vision eines digitalen Flughafens unterstützt, wie sie im Konzept des Digital Airports festgelegt ist. Ziel ist es, die Herausforderungen bei der Digitalisierung zu bewältigen und die aktuellen technologischen Infrastrukturen zu optimieren. Die Integration autonomer Fahrzeuge (AVs) zur Verbesserung der Prozesse, wie Gepäckabfertigung und Sicherheitskontrollen, ist ein Schritt in Richtung eines modernen und effizienten Flughafenbetriebs. Diese Entwicklungen werden auch dazu beitragen, die Nachhaltigkeitsziele der Branche zu erreichen und die Umweltbelastung zu verringern.

Für weitere Informationen zu diesem spannenden Projekt können Sie die vollständigen Artikel auf FAZ und T-Online nachlesen. Um mehr über die digitalen Transformationsstrategien am Flughafen zu erfahren, besuchen Sie die Seite des Fraunhofer IML.