Im Frankfurter Zoo gab es kürzlich einen ungewöhnlichen Vorfall, der die Besucher und Mitarbeiter in Aufregung versetzte. Am Nachmittag wurde der Zoo gegen 15:00 Uhr in Aufruhr versetzt, als gleich mehrere Orang-Utans, darunter die erwachsenen Tiere Rosa und Inda und die Nachkommen Sayang und Bukit, aus ihrem Gehege entkamen. Die Zoodirektorin Christina Geiger berichtete, dass die Tiere eine unerwartete Öffnung in der Edelstahl-Zeltkonstruktion entdeckten und hindurchschlüpften. Glücklicherweise zeigen die Informationen von faz.net, dass es keine Hinweise auf Sabotage gab und der Zoo um 15:45 Uhr wieder Entwarnung geben konnte.

Ein besonders kurioses Detail ist, dass ein 23 Jahre alter Orang-Utan namens Kembali am Tag nach dem Vorfall nicht auf der Fahndungsliste des Zoos stand. Ihm schien die Flucht aus dem Außengehege nicht sehr reizvoll zu sein. Die Zootierpfleger konnten die entwischten Orang-Utans ohne Schwierigkeiten zurücklocken, was für alle Beteiligten sehr erleichternd war.

Sicherheit im Zoo

Die Zoodirektorin betonte, dass der Vorfall keine Auswirkungen auf das Sicherheitskonzept des Frankfurter Zoos haben werde. Laut Geiger werden dort tägliche Überprüfungen der Sicherheitsanforderungen durchgeführt, um den höchsten Standards gerecht zu werden. Auch die Sicherheit für die Tiere und die Besucher kann als unbedenklich eingestuft werden, da es weder verletztete Tiere noch Menschen gab.

Der Vorfall wirft jedoch Fragen zur Sicherheit in Zoos auf, nicht nur in Frankfurt. Ein ähnlicher Fall sorgte für Aufsehen im Adelaide Zoo in Australien, wo eine 27-jährige Orang-Utan-Dame namens Karta einen elektrischen Zaun lahmlegte, um zu entkommen. Karta nähte mit einem Stock einen Kurzschluss herbei und schaffte es, aus ihrem Gehege zu klettern, wobei sie eine Art Leiter aus Zweigen und anderen Materialien baute. Nach einem kurzen Fluchtversuch kehrte sie jedoch schnell in ihr Gehege zurück, was Peter Whitehead, der Sprecher des Adelaide Zoos, darauf zurückführte, dass Karta wohl begriffen hatte, dass sie nicht dort sein sollte, wo sie war stern.de.

Unsere Verantwortung für Orang-Utans

Solche Vorfälle lenken ebenfalls den Blick auf den Schutz dieser faszinierenden Tiere. Die Association of Zoos and Aquariums (AZA) hat das Programm „Saving Animals from Extinction“ (SAFE) ins Leben gerufen. Dieses Programm hat das Ziel, bedrohte Arten wie die Orang-Utans zu schützen und ein Bewusstsein für deren Lebensräume zu schaffen. Es entwickelt Wiederherstellungspläne und unterstützt praktische Naturschutzarbeit. Eine zentrale Botschaft ist, dass die Arbeit über die bloße Haltung von Tieren in Gefangenschaft hinausgeht. Es ist an langfristigen Lösungen gedacht, um die wildlebenden Orangutan-Populationen und deren Lebensräume zu erhalten.

In einem so dynamischen Umfeld wie einem Zoo kann es zwar immer wieder zu unerwarteten Zwischenfällen kommen, wichtig ist, dass wir aus diesen Ereignissen lernen und stets unser Bestes geben, um die Sicherheit für alle zu gewährleisten und gleichzeitig einen aktiven Beitrag zum Arten- und Naturschutz zu leisten.