In Frankfurt-Harheim macht sich Unmut breit. Die Anwohner des Urnbergwegs und der Eckstraße sehen sich derzeit einem Parkchaos gegenüber, das durch laufende Bauarbeiten noch verstärkt wird. Wie FNP berichtet, sind die Planungen und die damit verbundenen Einschränkungen für die Anwohner unübersichtlich und unzureichend kommuniziert. Bei einer Sitzung des Ortsbeirates 14 äußerten Betroffene lautstark ihren Unmut über die bereits reduzierte Anzahl an Parkplätzen.

Die aktuelle Bauplanung sieht weniger öffentliche Stellplätze vor, was insbesondere für die Familien im neu errichteten Wohngebiet problematisch ist. Viele Haushalte besitzen mindestens zwei Autos, und die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist schwach. Vor den Bauarbeiten standen 67 öffentliche Abstellmöglichkeiten zur Verfügung, nach Abschluss der Arbeiten sollen es nur noch 23 sein – was ein schrumpfendes Angebot von 44 Parkplätzen bedeutet. Die BFF-Fraktion hat bereits gefordert, mindestens 13 neue öffentliche Parkmöglichkeiten zu schaffen, um der Situation entgegenzuwirken.

Öffentliche und private Herausforderungen

Laut den Anwohnern sind die gegenwärtigen Prognosen, die von 1,5 Fahrzeugen pro Haushalt ausgehen, schlichtweg unrealistisch. Der Unmut zieht sich nicht bloß durch das Wohngebiet, sondern betrifft auch den Einzelhandel in der Umgebung. So berichtet FR, dass Geschäftsleute und Anwohner an der Eschersheimer Landstraße über den Verlust von Parkplätzen wegen eines neuen Radwegs klagen.

Besonders betroffen sind lokale Geschäfte, etwa das Pelz-Geschäft von Anita und Ernst Schwarz, wo ein Parkplatz für eine Ladezone wegfallen soll. Eine Umverlegung der restlichen Parkplätze hat bereits zu spürbaren Umsatzeinbußen geführt. Laut Berichten haben Nachbarn unter anderem von einem Umsatzrückgang von 20% bei Rossmann in den ersten Tagen der Woche berichtet. Der Frust wird zwar von der Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst ernst genommen, jedoch fragt man sich, wie hier sinnvoll Abhilfe geschaffen werden kann.

Gemeinsame Lösungssuche

Alle vier Fraktionen des Ortsbeirats zeigen Verständnis für die Sorgen der Anwohner. Die geplanten Maßnahmen, einschließlich eines Ortstermins, um auf die Herausforderungen aufmerksam zu machen, sollen helfen, eine Lösung zu finden. Doch der zurückgezogene Antrag zur Korrektur des Bebauungsplans zeigt, dass eine Einflussnahme aufgrund des fortgeschrittenen Baufortschritts erschwert ist.

Ein gewisses Umdenken wird auch von den Grünen gefordert, die die Haushalte dazu anregen, den Besitz von mehreren Autos zu überdenken. Angesichts der zunehmend herausfordernden Parkplatzsituation könnte dies durchaus ratsam sein, damit alle Beteiligten ihren Anforderungen gerecht werden können.